„Ich wollte es zuerst gar nicht glauben. Diesen Angriff haben wir uns nicht erwartet“, sagt Luba Starovska. Ihre Stimme ist brüchig, sie ist verzweifelt, man hört die Sorge aus jedem Wort. Zwar lebt die gebürtige Ukrainerin selber schon seit vielen Jahren in Südtirol. Doch ihre Eltern, ihr Bruder, ihre Nichte mit Familie – sie alle leben in der Ukraine. Und Luba Starovska hat Angst um sie. <BR /><BR />Das Internet in der Ukraine ist über weite Strecken ausgefallen, „aber telefonieren geht noch“, sagt sie. Und so hat sie Nachrichten ihrer Familie – keine beruhigenden. „Mein Bruder lebt in der Nähe von Luzk, im Nordwesten der Ukraine, nahe der Grenze zu Belarus. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="740534_image" /></div> <BR />Besondere Sorgen macht sich Starovska um den Mann ihrer Nichte. „Er ist Oberstleutnant in der Armee – und er hat seine Tasche gepackt. Man hat ihn einberufen. Keiner weiß wohin, das wird den Familien nicht gesagt. Er hat meiner Nichte versprochen, bald zurück zu sein. Ich kann nur hoffen, er kommt zurück“, erzählt Starovska weiter. Ihre Nichte ist schwanger, liegt derzeit mit Komplikationen im Spital. Die Aufregung und die Sorge um den Mann, das alles belastet die junge Frau zusätzlich. <BR /><BR />„Ich hoffe, es wird einen humanitären Korridor geben, dass die Menschen aus der Ukraine rauskommen. Es herrscht dort nun Krieg, es gibt kein anderes Wort dafür“, sagt Starovski. Und auch sonst hofft sie auf Hilfe von außen für ihr Land. „Wir sind militärisch nicht stark. Und wir sind im Moment weder in der EU, noch in der NATO. Wir sind ganz auf uns gestellt“, klagt sie, „aber wenn es jemanden gibt, der uns angreift, dann muss es doch auch jemanden geben, der verteidigt“.<BR /><BR />Putins martialische Ankündigungen lassen jedenfalls das Schlimmste befürchten. „Er hat gesagt, er werde alle bestrafen, die für die Massaker in der Ostukraine verantwortlich sind. Aber das sind alles Lügen. Wir sind ein friedliches Volk, wir haben niemanden angegriffen“, sagt Starovska. Mehr politische Äußerungen will sie aus Angst vor russischen Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen gegen ihre Familie nicht machen. <BR /><BR /><i>Sehen Sie hier die Bilder der Verwüstung und des Leids, die der Krieg in der Ukraine hinterlässt:</i><BR /><BR /><embed id="dtext86-53073221_gallery" /><BR /><BR /><BR /><BR />