Dienstag, 20. Dezember 2016

„In Berlin wurde Herz Europas getroffen“: Südtiroler Reaktionen

Der Lkw-Anschlag in Deutschlands Hauptstadt, bei dem am Montagabend 12 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, hat auch in Südtirol Betroffenheit ausgelöst. Landtagspräsident Roberto Bizzo und Regionalratspräsident Thomas Widmann sprachen von einem tragischen Vorfall und einer feigen Aktion. Freiheitliche und Süd-Tiroler Freiheit verurteilten den Anschlag und kritisierten die aktuelle Einwanderungspolitik aufs Schärfste.

Der Lkw-Anschlag in Deutschlands Hauptstadt, bei dem am Montagabend 12 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, hat auch in Südtirol Betroffenheit, aber auch Kritik ausgelöst.
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Der Lkw-Anschlag in Deutschlands Hauptstadt, bei dem am Montagabend 12 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, hat auch in Südtirol Betroffenheit, aber auch Kritik ausgelöst. - Foto: © APA/AFP

„Heute Morgen sind wir alle mit mehr Angst und mehr Unsicherheit aufgewacht. Der tragische Vorfall in Berlin hat eine Bresche in die vorweihnachtliche Stimmung geschlagen“, hielt am Montagvormittag Landtagspräsident Roberto Bizzo in einer offiziellen Stellungnahme fest.

Und gedachte zeitgleich dem Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara.

Freiheitliche kritisieren Einwanderungspolitik

Auch der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas sowie Generalsekretär Simon Auer verurteilten die Ereignisse in Berlin und Ankara: „Erneut erschüttern menschenverachtende Taten der Barbarei den vorweihnachtlichen Frieden in Europa. Die Schergen des Hasses und ihre Hintermänner haben erneut Unschuldige ins Visier genommen und die Folgen der untätigen Politik ausgenutzt."

Ihr Bedauern über die Opfer verknüpften Blaas und Auer mit harscher Kritik an der aktuellen Einwanderungspolitik und forderten eine „Verwirklichung der Festung Europa“.

Knoll: „Entschiedenes Handeln der Politik“

Auch die Süd-Tiroler Freiheit zeigte sich am Dienstag entsetzt und drückte allen Angehörigen der Opfer ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt zeuge nicht nur von einer unglaublichen Brutalität, sondern sei auch ein gezielter Anschlag auf das christliche Europa.

Landtagsabgeordneter Sven Knoll meinte in einer Aussendung: „Die unverantwortliche Willkommenskultur, die alle Gefahren einer unkontrollierten Massenzuwanderung einfach ignoriert hat, rächt sich nun und richtet sich gegen die eigene Bevölkerung in Europa.“

Widmann drückt Anteilnahme des Regionalrates aus

Regionalratspräsident Thomas Widmann kondolierte den Angehörigen im Namen des Regionalrates: „In diesen Tagen der Vorweihnachtszeiten werden wir wieder mit einem Grauen konfrontiert, das Europa mitten ins Herz trifft. Nichts kann eine solch feige und gemeine Aktion wie diese rechtfertigen. Wir können uns jedoch nicht von Angst und Hass beherrschen lassen, sondern müssen gemeinsam für alle zusammenarbeiten, die den Frieden wollen, in dem Bewusstsein, dass das der einzige Weg ist, den Terrorismus zu isolieren und auch denjenigen zu helfen, die heute weit weg von den Grenzen unseres Kontinents, Opfer von blutigen Konflikten werden.“

stol

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