„Der IWF wird keine Urteile über die Reformen abgeben, sondern lediglich bezeugen, dass die mit der EU vereinbarten Maßnahmen umgesetzt werden, was mit keinerlei Einschränkungen verbunden ist“, versicherte der Premier am Freitag bei einer Pressekonferenz in Cannes.„G-20 nicht über die Lage in Italien besorgt“ Das Parlament werde bis Ende November ein Stabilitätspaket mit Maßnahmen zur Schuldeneindämmung und zur Ankurbelung der Wirtschaft verabschieden. Der G-20 sei nicht über die Lage in Italien besorgt.Der Ministerpräsident bestritt, dass die Regierung vor dem Sturz stehe. „Ich habe nicht den Eindruck, dass meine Erfahrung als Premier am Ende ist. Wir haben eine solide Regierung und werden weiterhin das Land führen. Ich sehe keine anderen Persönlichkeiten, die in der Lage wären, würdevoll Italien zu repräsentieren“, sagte Berlusconi.Warnung an Abtrünnige: „Das ist Verrat“ Berlusconi warnte die Parlamentarier, die seiner Regierungskoalition den Rücken kehren wollen.„Die Regierungskoalition zu verlassen, ist ein Akt des Verrats dem Land gegenüber. Ich bin überzeugt, dass ich die zweifelnden Parlamentarier zurückgewinnen werde“, versicherte der Premier, der sich nächste Woche im Senat einer Vertrauensabstimmung unterziehen muss, um seine Sparmaßnahmen zügiger durchzubringen.Er zeigte sich fest überzeugt, dass er das Vertrauensvotum bestehen werde. Allerdings: Jüngsten Berichten zufolge hat er in der Abgeordnetenkammer nur mehr das Vertrauen von 314 Politikern.„Wirtschaftskrise ist nicht zu spüren“ Berlusconi versicherte, dass in Italien die Wirtschaftskrise nicht zu spüren sei. „Italien ist ein wohlhabendes Land. Der Konsum ist nicht zurückgegangen. Die Restaurants sind voll und in den Flughäfen bekommt man kaum einen Platz“, meinte der Premier.Des Weiteren meinte, mit der Einführung des Euro sei ein Teil der italienischen Bevölkerung verarmt. Dies sei jedoch nicht die Schuld des Euro sondern der damaligen Regierung gewesen wegen des für Italien nachteiligen Wechselkurses zur Lira. stol/apa