Dienstag, 24. September 2019

Italien hofft auf USA bei Stabilisierung Libyens

Die neue italienische Regierung hofft auf die Unterstützung der USA bei der Stabilisierung Libyens. Darüber wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte auch mit Präsident Donald Trump am Rande des UN-Gipfels in New York sprechen, meldeten italienische Medien am Dienstag. Anfang Oktober werde Außenminister Mike Pompeo zu Gesprächen in Rom erwartet.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hofft auch US-Unterstützung in Sachen Libyen. - Foto: Ansa
Ministerpräsident Giuseppe Conte hofft auch US-Unterstützung in Sachen Libyen. - Foto: Ansa

Die frühere italienische Kolonie wird seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi 2011 von blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen zerrissen. Von Libyen stechen zahllose afrikanische Migranten in Richtung Europa in See und landen dann oft in Italien. Außenminister Luigi Di Maio bezeichnete laut Nachrichtenagentur Ansa die USA als „fundamental“, um die Libyenfrage anzugehen.

„Die Lösung der Libyenfrage nach Jahren vergossenen Blutes wäre für Conte ein nicht zu verachtender Erfolg“, schrieb die römische Zeitung „Il Messaggero“ am Dienstag. Im August war in Italien die ebenfalls von Conte geführte Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega zerbrochen. Die Lega gilt als russlandfreundlich, die neue Mitte-Links-Regierung als deutlich prowestlicher.

Trump hatte Conte in einem Tweet Ende August als „hoch respektierten Premierminister“ gewürdigt, der gut mit den USA zusammenarbeite. „Natürlich hat mir der Tweet gefallen“, sagte Conte am Dienstag in einem in New York geführten Interview mit dem TV-Sender Sky.

dpa

stol