Dienstag, 25. August 2015

Ja zur GIS-Befreiung für Hauptwohnungen

Alle Hauptwohnungen in Südtirol, mit Ausnahme der Luxuswohnungen, werden von der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) befreit. Den Gemeinden entgehen damit Einkünfte in Höhe von über zehn Millionen Euro.

Dire GIS auf Hauptwohnungen wird abgeschafft.
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Dire GIS auf Hauptwohnungen wird abgeschafft. - Foto: © shutterstock

„Bestimmungen in Zusammenhang mit dem Nachtragshaushalt des Landes Südtirol für das Finanzjahr 2015 und für den Dreijahreszeitraum 2015-2017" nennt sich der Landesgesetzentwurf von Landeshauptmann Arno Kompatscher, der am Dienstag vom III. Gesetzgebungsausschuss angenommen wurde.

"Dieser Gesetzentwurf beinhaltet einen Artikel, der für Familien eine bedeutende Entlastung bewirkt", erklärt der Vorsitzende Christian Tschurtschenthaler. 

GIS auf Luxuswohnungen bleibt

Mit 5 Jastimmen (Tschurtschenthaler und Albert Wurzer, Dieter Steger, Maria Hochgruber Kuenzer und Helmuth Renzler), 1 Gegenstimme (Hans Heiss) und 2 Enthaltungen (Roland Tinkhauser und Paul Köllensperger) wurden damit die Hauptwohnungen von der GIS befreit. Eine Ausnahme bilden die Luxuswohnungen.

Damit hat Landeshauptmann Kompatscher eines seiner Wahlversprechen wahr gemacht.

10,9 Millionen Euro an Einbußen für Gemeinden

Da die Befreiung für die Gemeinen aber zu einem Verlust an Einnahmen über 10,9 Mio. Euro führt, wird ihnen die Möglichkeit gewährt, den ordentlichen Steuersatz in Höhe von 0,76 Prozent um bis zu 0,8 Prozentpunkte zu erhöhen oder um bis zu 0,5 Prozentpunkte herabzusetzten. 

stol/lpa/ker

stol