Dienstag, 01. März 2016

Junckers Sorge: Europa könnte am Brenner scheitern

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat bei seinem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel betont, dass der „Brenner kein Chaos“ werden dürfe.

Jean-Claude Juncker
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Jean-Claude Juncker - Foto: © LaPresse

Italien müsse rechtzeitig den Flüchtlingsstrom stoppen, „Tirol darf kein Wartesaal für Migranten werden“, sagte Platter Montagabend. Auch Juncker selbst habe die Sorge geäußert, dass Europa an der Frage Brenner scheitern könnte.

Platter fürchtet „massive Probleme“

Platter sagte, es könnte auch während der wärmeren Jahreszeit zu massiven Problemen kommen, wenn sie die heutige Flüchtlingsroute über den Westbalkan Richtung Italien verlagert. „Da kann man nicht zuschauen. Da muss man schon schauen, dass hier nicht ein Flaschenhals am Brenner entsteht und sich ein Chaos abspielt, wie das in Spielfeld der Fall war. Deswegen müssen rechtzeitig Maßnahmen gesetzt werden.“

Juncker habe seine Sorgen verstanden. Angesprochen darauf, dass Österreich ja mit der Obergrenze und Grenzkontrollen Maßnahmen gesetzt habe, die der EU-Kommission überhaupt nicht gefallen, erklärte Platter, „natürlich ist die Freude des Kommissionspräsidenten enden wollend“. Aber man dürfe Tirol nicht allein lassen.

Gespräche mit Renzi laufen

Juncker habe erklärt, er beabsichtige, die EU-Außengrenzen ordentlich abzusichern, auch gemeinsam mit der NATO. Darüber hinaus liefen Gespräche mit Ministerpräsident Matteo Renzi, „alles zu unternehmen, damit wir nicht der Flaschenhals am Brenner werden und chaotische Zustände“ bekommen.

apa

stol