Donnerstag, 08. Oktober 2015

Knoll: "Kulturhauptstadt-Bewerbung war Geldverschwendung"

Die gescheiterte Bewerbung zur Kulturhauptstadt „Triveneto“ hat nun laut Süd-Tiroler Freiheit ein rechtliches Nachspiel: Der Landtagsklub der Partei erklärt sich in einer Aussendung zufrieden über die Ermittlungen des Rechnungshof gegen das italienische Kulturresort von Landesrat Christian Tommasini.

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Foto: © D

"Die Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt war ein politisches und finanzielles Desaster für Südtirol", schreibt Landtagsabgeordneter Sven Knoll: "2019 jährt sich der Vertrag von Saint Germain, mit dem die Teilung Tirols und die unfreiwillige Angliederung Südtirols an Italien beschlossen wurde zum hundertsten Mal. Sich in diesem besonderen Jahr der europäischen Öffentlichkeit als oberitalienisches Hinterland Venedigs präsentieren zu wollen, war eine respektlose Aktion des PD-Landesrates", so Knoll.

"Für diesen Kulturfrevel musste der Südtiroler Steuerzahler unterm Strich über eine Million Euro blechen, während Venetien rund 70.000 Euro dafür aufbrachte", erzürnt sich Knoll stellvertretend für den Landtagsklub weiter.

"Die Süd-Tiroler Freiheit zeigt sich vor diesem Hintergrund erfreut darüber, dass der Zuschlag an die süditalienische Stadt Matera ging. „Sonst hätte Südtirol für diesen Unsinn noch tiefer in die Tasche greifen müssen, als ohnehin schon geschehen“, so der Landtagsklub abschließen?d.

stol

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