Montag, 17. Juni 2019

Kollektivvertrag: Die Forderungen der Gewerkschaften

Am Montag haben die Gewerkschaften geschlossen einen detaillierten Forderungskatalog zum Begreifsübergreifenden Kollektivvertrag (BÜKV) vorgestellt.

Tausende Öffentliche Bedienstete demonstrierten am 6. Juni auf dem Silvius-Magnago-Platz. - Foto: DLife
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Tausende Öffentliche Bedienstete demonstrierten am 6. Juni auf dem Silvius-Magnago-Platz. - Foto: DLife

Der Katalog wurde von den Fachgewerkschaften für den öffentlichen Dienst der Gewerkschaftsorganisationen ASGB, AGB CGIL, SGBCISL, SGK UIL, GS-AGO-SAG und NURSING UP erstellt. Er beziehe sich auf den wirtschaftlichen Teil der Kollektivvertragsverhandlungen im Dreijahreszeitraum von 2019 bis 2021, heißt es in der Aussendung. 

  1. Angleichung der aktuellen Lohntabellen:
    Die Richtlinien der Landesregierung legen fest, welche Kriterien in der Festlegung der Entlohnung zu berücksichtigen sind: der Schutz der Kaufkraft der Gehälter, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Kohärent zu diesen Vorgaben fordern die Gewerkschaften einen flächendeckenden, einmaligen Lohnsprung auf die geltenden Lohntabellen.
  2. Gehaltsentwicklung 2019-2021:
    Unter der Bedingung, dass Punkt 1 angenommen wird, akzeptieren die Gewerkschaften die Gehaltsentwicklung 2019-2021 auf Basis des für Südtirol prognostizierten IPCA-Index im Ausmaß von +4,8 Prozent (2019: +1,5 Prozent, 2020: +1,6 Prozent, 2021: +1,7 Prozent). Allfällige Abweichungen zwischen programmierter und effektiv gemessener Inflation werden mit Ablauf des Vertragszeitraumes ausgeglichen. 
  3. Aufwertung Leistungslohn: 
    Zusätzlich zu den vorhergehenden Punkten 1 und 2 fordern die Gewerkschaften die Verdoppelung des Fonds für die Leistungsprämien für die Allgemeinheit des Personals von 3 auf 6 Prozent, wobei in diesem Vertrag ein fixer Grundbetrag vorzusehen sei, der im Ausmaß von 4 Prozent auf den Gesamtbetrag der oberen Funktionsebene 0 (Gehalt + SEZ) der jeweiligen Funktionsebene berechnet wird. Das daraus resultierende Ergebnis könne dann entweder monatlich oder als einmaliger Betrag im Juni eines jeden Jahres ausbezahlt werden.
  4. Dieser Teilvertrag gilt nicht für Führungskräfte.
  5. Essensgutscheine: Den Vorschlag der öffentlichen Delegation wollen die Fachgewerkschaften annehmen, sofern diesbezügliche Ausgaben nicht Teil der geforderten Gehaltserhöhung sind.

stol

stol