Die Wahlen zum italienischen Parlament, Südtirols Autonomie und die Frage der Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler standen im Mittelpunkt des offiziellen Antrittsbesuchs, zu dem die neue österreichische Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres, Karin Kneissl, am Dienstagvormittag an ihrem Amtssitz am Minoritenplatz in Wien, Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher empfangen hat. Nach einer kurzen gemeinsamen Wahlanalyse wurde die Frage der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler erörtert. Wien wird sich weiter für Südtirol engagieren Die Außenministerin hat demnach ihrer Hoffnung, dass es in der Doppelpass-Causa zu keiner Patt-Situation komme, Ausdruck verliehen. Zudem zeigte sich Kneissl einmal mehr davon überzeugt, dass es in der Südtirol-Frage nur einen Trilog Wien-Rom-Bozen geben könne.Vorrangig müsse man aber die rechtlichen Fragen klären, bevor es ein weiteres Vorgehen geben könne. Dabei setzt die Außenministerin auf die interministerielle Arbeitsgruppe und versprach, dass es keinen unilateralen Vorstoß Österreichs geben wird. „Aktuell herrschen dynamische Entwicklungen, die im Gruber-De-Gasperi-Abkommen nicht vorherzusehen waren”, so Kneissl, die zusagte, dass sich Wien weiter voll für Südtirol engagieren werde.apa