Samstag, 07. Mai 2016

Kompatscher: „Wir brauchen euch Chaoten am Brenner nicht“

Er könnte eigentlich über die großen Erfolge der Südtiroler Landesregierung berichten, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher zu Beginn seiner Rede bei der SVP-Landesversammlung in Meran. Möchte er aber nicht. Und tut es dann doch.

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Kompatscher geht zu Beginn seiner Ausführungen auf die verschiedenen Errungenschaften der Landesregierung der vergangenen 2 Jahre ein – von der Strompolitik, über den BBT hin zur Landwirtschaft. Dann wechselt er zu dem Thema, zu dem er eigentlich sprechen wolle: Der Flüchtlingsfrage und dem Grenzmanagement am Brenner.

„Wir dürfen in Europa nicht wieder in alte Klischees verfallen, in denen der eine Staat dem anderen nicht mehr vertraut“, so der Landeshauptmann. Dann sei Europa am Ende. Daher sei es zu begrüßen, dass der neue österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka nicht gleich bauliche Maßnahmen gesetzt habe, sondern das Gespräch mit Südtirol und Italien suche.

Bisher "gefühltes Flüchtlingsproblem"

Südtirol habe bislang ein „gefühltes Flüchtlingsproblem“ gehabt. Die Aufnahme von 900 Flüchtlingen könne man nämlich nicht als reales Problem bezeichnen. Im Zuge der Debatte um eine geplante Brennergrenze, seien der Brenner und Südtirol weltweit ins Interesse gerückt. „Der Brenner wurde wahrgenommen als Symbolgrenze, als Symbol des friedlichen Zusammenlebens und gleichzeitig wird Südtirol als Modell wahrgenommen, wie Europa sein könnte und sollte“, so Kompatscher.

Scharfe Worte für die Demonstranten am Brenner: „Wir brauchen euch Chaoten am Brenner nicht.“ Es brauche keine Demonstranten am Brenner, die nicht die Brennergrenze im Sinne hätten, sondern nur das Randalieren und das Beschädigen von fremdem Eigentum.

sor

stol