Mittwoch, 17. Februar 2016

Kontrollen an Südtirols Grenzen: Sieht so die Zukunft aus?

Österreich greift im Kampf gegen die Flüchtlingskrise zu drastischen Mitteln: Die Bundesrepublik plant, seine Grenzen unter anderem am Brenner, am Reschen und in Sillian zu kontrollieren. Als Vorbild gilt das System von Spielfeld. Ein Blick in die Steiermark – ein Blick in die Zukunft?

So sieht es am Grenzübergang in Spielfeld aus.
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So sieht es am Grenzübergang in Spielfeld aus. - Foto: © APA

„Wir arbeiten mit Tages- und Stundenkontingenten, und wenn sie erschöpft sind, wird gestoppt“, erklärte Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Dienstag in Spielfeld in der Steiermark (STOL hat berichtet).

Das „Modell Spielfeld“ umfasst nicht nur die lückenlose Personenkontrolle direkt an der Grenzlinie, sondern bezieht auch die nähere und weitere Umgebung mit ein. Wie das aussieht, zeigt das Video. 

An der Grenze zu Slowenien wird umgesetzt und erprobt, was später auf insgesamt 12 andere Grenzübergänge – 3 davon in Tirol – umgesetzt werden soll.

Verlagerung der Flüchtlingsströme: Flüchtlinge kommen über Albanien

Polizeikontrollen, Bundeswehrsoldaten auf Patrouillie, Absperrungen und der Zaun zu beiden Seiten der Übergangspunkte – das wird an den Grenzübergängen am Brenner (Bundesstraße, Autobahn), in Sillian und am Reschen vorerst noch nicht zu sehen sein. 

Aber: Wenn sich die Flüchtlingsroute vom Balkan auf die Brennerachse verlagert, muss sich Südtirol auf einen „Rückstau“ von Asylsuchenden einstellen. Wie sich Route wieder ändern kann, zeigte auch die Bild in ihrem Bericht "Österreich macht den Brenner dicht!". 

stol

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