Dienstag, 30. Oktober 2018

Küstenwache rettet Migranten vor Zypern

Die zypriotische Küstenwache hat 17 Migranten von einem Boot gerettet, das wegen starken Seegangs rund 40 Seemeilen südöstlich vor Zypern Gefahr zu kentern lief. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren an Bord auch fünf Minderjährige im Alter zwischen drei und 15 Jahren.

Die zypriotische Küstenwache hat 17 Migranten von einem Boot gerettet, das wegen starken Seegangs rund 40 Seemeilen südöstlich vor Zypern Gefahr zu kentern lief.
Die zypriotische Küstenwache hat 17 Migranten von einem Boot gerettet, das wegen starken Seegangs rund 40 Seemeilen südöstlich vor Zypern Gefahr zu kentern lief. - Foto: © shutterstock

Die Migranten gaben an, sie seien am 29. Oktober vom Libanon aus in See gestochen und hätten an Schleuser im Libanon 1.000 Euro pro Kopf bezahlt. Aus welchen Staaten sie stammen, blieb zunächst unklar.

In den vergangenen Wochen haben die zypriotischen Behörden eine erhöhte Anzahl ankommender Migranten registriert. Diese setzen überwiegend aus Syrien, der Türkei oder dem Libanon über. Die libanesische Küste liegt von Zypern aus rund 170 Kilometer entfernt, die türkische nur etwa 70 Kilometer.

Der zypriotische Präsident Nikos Anastasiades forderte bereits Hilfe von der EU. In der EU-Inselrepublik Zypern mit gut einer Million Einwohnern leben neben Zehntausenden legalen Ausländern auch rund 10.000 Migranten und Flüchtlinge, deren Status nicht geklärt ist. Das Aufnahmelager in Kokkinotrimithia westlich der Hauptstadt Nikosia ist zypriotischen Medien zufolge überfüllt.

apa/dpa

stol