Mittwoch, 22. Juli 2020

Mehr Möglichkeiten für Forschung im Gesundheitswesen

Mit Forschung im Sanitätsbetrieb will das Land Südtirol Jungärzte ansprechen und dem Fachärztemangel entgegenwirken. Unterstützende Maßnahmen gibt es auch für die Verwaltung.

Eine der beschlossenen Maßnahmen: Mehr Forschung am Sanitätsbetrieb soll dessen Attraktivität als Arbeitgeber für Jungärzte steigern.
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Eine der beschlossenen Maßnahmen: Mehr Forschung am Sanitätsbetrieb soll dessen Attraktivität als Arbeitgeber für Jungärzte steigern. - Foto: © ivo corra` fotografo
Die Landesregierung setzt auf Forschung im Südtiroler Sanitätsbetrieb. Die gam Dienstag beschlossene Stellenplanerweiterung im Gesundheitswesen sieht unter anderem zusätzliche Stellen für jene Ärzte und Pfleger vor, die sich der Forschung widmen. Auch das Verwaltungspersonal erhält Verstärkung.

Attraktiver für Jungärzte und Fachpersonal werden

Wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann erläutert, will man auch den Sanitätsbetrieb auf diesem Weg als Arbeitgeber attraktiver machen – vor allem für Jungärzte: „Wir müssen im Wettbewerb um Gesundheitspersonal auf möglichst vielfältige Maßnahmen setzen: Möglichkeiten für klinisch angewandte Forschung im Betrieb ist ein Weg, das Interesse für einen Arbeitsplatz zu erhöhen.“

Die Forschungsaktivität am Sanitätsbetrieb auszubauen erlaube beispielsweise Studien im Netzwerk mit internationalen Forschungszentren oder Patienten in innovative Therapien einzubinden und damit auch einen Qualitätssprung in der Patientenbetreuung zu machen.

Pflegekräfte durch weniger Verwaltungstätigkeit entlasten

Als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel vor allem im Pflegebereich hat die Landesregierung zudem die vom Gesundheitslandesrat vorgeschlagene Verwaltungsreform im Sanitätsbetrieb genehmigt.

„Derzeit werden Pflegekräfte vielfach für Sekretariatsdienste und andere Verwaltungstätigkeiten eingesetzt. Das ist eine Verschwendung ohnehin knapper Ressourcen“, sagt Widmann. Mit der Verwaltungsreform werden einerseits die Stellen für Verwaltungskräfte in den klinischen Abteilungen ausgebaut und zudem zusätzliche Mitarbeiter für neue Aufgaben in der Verwaltung, die sich zum Beispiel im Rahmen der Digitalisierung ergeben, vorgesehen.

lpa