Donnerstag, 31. Januar 2019

Mindestens 29 Kinder in Winterkälte in Syrien gestorben

Mindestens 29 Kinder sind auf der Flucht vor den Kämpfen mit der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat” (IS) in der Winterkälte im Osten Syriens gestorben. In den vergangenen 8 Wochen seien mindestens 29 Kinder und Neugeborene auf dem Weg in das Lager Al-Hol oder kurz nach ihrer Ankunft zu Tode gekommen, zumeist an Unterkühlung, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag.

Die Lage der Flüchtlinge in Nordsyrien verschlechtert sich zunehmend. - Foto: APA (AFP)
Die Lage der Flüchtlinge in Nordsyrien verschlechtert sich zunehmend. - Foto: APA (AFP)

Die Organisation zeigte sich „extrem besorgt” über die Lage. Die humanitäre Situation in dem Flüchtlingslager im Nordosten Syriens verschlechtere sich ständig, warnte die WHO. Binnen 2 Monaten seien rund 23.000 Frauen, Kinder und Männer auf der Flucht vor den Gefechten in der östlichen Provinz Deir ez-Zor in dem Lager eingetroffen. Viele von ihnen seien in der bitteren Winterkälte über Tage zu Fuß unterwegs gewesen oder hätten Tage in offenen Lastwagen verbracht, erklärte die WHO.

Zudem hätten die Flüchtlinge oft Stunden ohne Schutz in der Wüste ausharren müssen, während die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ihre Papiere kontrollierten und nach Jihadisten suchten. Die SDF gehen derzeit mit Unterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition gegen die letzte IS-Bastion an der irakischen Grenze vor. Zwar kontrollieren die Jihadisten dort nur noch wenige Quadratkilometer, doch leisten sie erbitterten Widerstand.

apa/ag.

stol