Mittwoch, 18. Juli 2018

Naturgefahren Thema der Tiroltage

Um die Vorbereitung der Tiroltage des Europäischen Forums in Alpbach (EFA) ging es am Mittwochvormittag bei einem Treffen zwischen Landeshauptmann und Euregio-Präsident Arno Kompatscher und dem EFA-Präsidenten Franz Fischler.

Franz Fischler im Gespräch mit Euregio-Präsident Kompatscher. - Foto: LPA/Armin Gluderer
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Franz Fischler im Gespräch mit Euregio-Präsident Kompatscher. - Foto: LPA/Armin Gluderer

Im Mittelpunkt der Tiroltage, die in diesem Jahr zwischen 17. und 19. August stattfinden, stehen der Umgang mit Naturgefahren und die Erhaltung der Biodiversität. Zudem zeichnet die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino an den Tiroltagen in Alpbach junge Innovatoren und Forscher aus. Am Gespräch nahmen auch Euregio-Generalsekretär Christoph von Ach und die Präsidentin der Universität Bozen, Ulrike Tappeiner, als Leiterin des EuregioLab, einer temporärer Denkfabrik der Europaregion, teil.

Erfolgreiche Arbeit

"Die Tiroltage haben sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der Forschungslandschaft der gesamten Europaregion und darüber hinaus entwickelt", sagte Euregio-Präsident Kompatscher, der Franz Fischler für seine "erfolgreiche Arbeit" dankte, mit der er dazu beigetragen habe, Alpbach zum intellektuellen Zentrum der Europaregion zu machen. 

Besprochen wurde dann das diesjährige Programm der Tiroltage, in deren Mittelpunkt das Naturgefahrenmanagement als gemeinsame Herausforderung in den Bergregionen stehen wird. So sei unter anderem der Klimawandel für die Zunahme von Schadereignissen verantwortlich. Insbesondere Muren, Erdbeben und Hochwasser erforderten mehr überregionale Zusammenarbeit bei der Raumplanung und der Prävention, da sie vor Landesgrenzen nicht Halt machen.

Naturgefahrenmanagement im Fokus

Diskutiert wird in Alpbach daher über die Fragen, ob das Naturgefahrenmanagement für die klimatischen Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist und was getan werden kann, um Klimakatastrophen zu vermeiden. An den Gesprächen beteiligen sich Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus der gesamten Europaregion. Sie erstellen einen Ideenkatalog, der im Zuge der Tiroltage in Alpbach öffentlich vorgestellt und mit den drei Landeshauptleuten diskutiert wird. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Ulrike Tappeiner und Andreas Töchterle, während das Büro der Europaregion und das Europäische Forum Alpbach die Tiroltage mit Unterstützung der Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient sowie von der Medizinischen Universität Innsbruck, der Eurac Research und dem MCI Management Center Innsbruck organisiert. 

Auch in diesem Jahr werden in Alpbach wieder die besten jungen Forscher oder Forscherinnen der Europaregion ausgezeichnet. Neu ist in diesem Jahr die Auszeichnung für junge Innovatoren und Innovatorinnen, die Projekte in den Bereichen Naturgefahren und klimatische Herausforderungen entwickelt haben. Noch bis zum 23. Juli ist es möglich, Bewerbungen um diesen Junginnovatorenpreis einzureichen.

lpa

stol