Donnerstag, 28. März 2019

Öffentlicher Dienst: Startschuss für Verhandlungen

Am Donnerstagabend haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Generaldirektor Alexander Steiner mit Vertretern der Gewerkschaften über laufende und anstehende Verhandlungen der Kollektivverträge der öffentlich Bediensteten diskutiert. Am Treffen nahmen Vertreter sämtlicher Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten teil.

Vertreter der Gewerkschaften der öffentlichen Bediensteten waren beim Treffen in Bozen dabei. Foto: LPA/ck
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Vertreter der Gewerkschaften der öffentlichen Bediensteten waren beim Treffen in Bozen dabei. Foto: LPA/ck

Bei diesem ersten Treffen mit dem neuen Generaldirektor der Landesverwaltung wurde betont, dass die Anliegen der Gewerkschaften vom Verhandlungspartner Land sehr ernst genommen würden. „Auf beiden Seiten wurde bereits viel Vorarbeit geleistet. Nun geht es darum eine gemeinsame Analyse vorzunehmen und rasch Verhandlungen zu starten“, hob Landeshauptmann Kompatscher hervor.

Als einer der größten Arbeitgeber Südtirols sei er sich, auch als zuständiger Landesrat für Personal, der Verantwortung und der Vorbildwirkung bewusst. Man wolle daher die Anliegen der Mitarbeitenden aufnehmen und bestmöglich umsetzen.

Mit Forderungen auseinandersetzen

„Wir werden uns intensiv und ausgiebig, aber dennoch zielorientiert und zeitnah mit den unterschiedlichen Forderungen auseinandersetzen, um schließlich ein breit mitgetragenes Verhandlungsergebnis auszuarbeiten“, betonte auch Generaldirektor Alexander Steiner im Anschluss an das Treffen. Dieses stellte den Auftakt für neue Verhandlungsrunden dar, die ihre Arbeiten noch aufnehmen werden. Innerhalb 1. Mai werden die Verhandlungsrunden zum Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag starten, kündigte Steiner beim Treffen an.

Im Rahmen des Treffens mit den Gewerkschaftsvertretern wurde auch über die geplante Einführung der Landesagentur für Kollektivvertragsverhandlungen gesprochen. Diese habe die Aufgabe, als einheitliche Kompetenzstelle sämtliche Kollektivvertragsverhandlungen zu führen, berichtete Generaldirektor Steiner. Der Landesagentur sollen daher Fachleute in den Bereichen Gewerkschaftsbeziehungen, Arbeitsrecht und Personalverwaltung angehören.

Rechtliche Voraussetzungen schaffen 

Operativ wird die Agentur sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Die entsprechenden gesetzlichen Vorbereitungen laufen bereits: So ist die Schaffung der Agentur im Entwurf des Nachtragshaushaltes vorgesehen, der bereits von der zuständigen Gesetzgebungskommission des Landtages genehmigt wurde.

Bis die Landesagentur für Kollektivvertragsverhandlungen ihre Arbeit aufnimmt werden die Verhandlungen von der öffentlichen Delegation, unter Leitung von Generaldirektor Alexander Steiner, geführt.

lpa/stol

stol