Dienstag, 06. März 2018

„Olls lai a Sauhaufen“

Beim Urnengang am Sonntag hat neben der Zahl der Nichtwähler auch jene der weißen und ungültigen Stimmzettel enorm zugelegt. In vielen Gemeinden waren die ungültigen und weißen Stimmzettel sozusagen zweit-oder drittstärkste Kraft. Ein eindeutiges Zeichen von Protest und ein Schlag in die Magengrube der Demokratie.

Weiße und ungültige Stimmen haben sich im Vergleich zur Parlamentswahl 2013 in Südtirol mehr als verdoppelt
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Weiße und ungültige Stimmen haben sich im Vergleich zur Parlamentswahl 2013 in Südtirol mehr als verdoppelt - Foto: © LaPresse

Im Vergleich zu den Parlamentswahlen 2013 hat sich die Zahl der weiß oder ungültig abgegebenen Stimmzettel mehr als verdoppelt. Im landesweiten Durchschnitt wanderte etwa jeder 20. Stimmzettel ohne ein Zeichen des Wählerwillens zurück in die Urne.

Fast 4 Prozent der Scheine wurden bei der Auszählung für ungültig erklärt. Auffallend trist ist das Bild bei der Wahl zum Senat, wo 36 von 116 Gemeinden mit mehr als 10 Prozent weißen Stimmzetteln dastehen.

Was vielen Stimmzählern aufgefallen ist: Ein großer Teil der Wahlzettel war nicht durch Unachtsamkeit oder Unwissenheit ungültig gemacht worden, sondern mit Absicht. Diesmal standen auf vielen Wahlzetteln Kritzeleien und missfällige Sprüche.

„Olls lei a Sauhaufn“ und „Saubande“ seien dabei noch die harmlosesten Zitate gewesen, erzählt etwa Konrad Töchterle, Präsident der Wahlsektion 2 in St. Lorenzen.

D/ler

Den vollständigen Artikel und weitere Hintergrundinformationen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol