Samstag, 03. März 2018

Parlamentswahlen: Hingehen und mitentscheiden

Südtirols Politiker, Verbände und Gewerkschaften rufen die Menschen dazu auf, bei den Parlamentswahlen am Sonntag ihre Stimme abzugeben. Denn: Jede Stimme zählt und Nichtwählen ist keine Alternative. Die wichtigsten Informationen zur Wahl erfahren Sie hier.

Am morgigen Sonntag wählt Italien ein neues Parlament.
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Am morgigen Sonntag wählt Italien ein neues Parlament. - Foto: © LaPresse

389.612 Wähler sind am morgigen Sonntag in Südtirol aufgerufen, an der Wahl der neuen Abgeordnetenkammer teilzunehmen. Das sind 11.490 Personen mehr als noch 2013. 

Für den Senat darf man erst ab 25 Jahren wählen. Dazu berechtigt sind am morgigen Sonntag hierzulande 351.686 Wahlberechtigte. Gewählt wird im ganzen Land in 486 Wahlsektionen von 7 bis 23 Uhr. Anschließend wird sofort mit der Stimmenauszählung begonnen. 

Wann sind die Wahllokale geöffnet?

Gewählt werden kann am morgigen Sonntag von 7 bis 23 Uhr.

Was braucht man, um seine Stimme abzugeben?

Mitzubringen sind sowohl der Personal- als auch der Wahlausweis. Für die Wahl des Senats muss man 25 Jahre alt sein, für die Wahl der Kammer 18.

Stimmzettel

Für die Wahl der Kammer erhält man einen rosa Stimmzettel, für die Wahl des Senats einen gelbfarbenen. Es gibt diesmal mehrere Möglichkeiten, wie man mit seinem Kreuzchen seinen Wählerwillen kundtun kann: mit Kreuzchen auf dem Listenzeichen, auf dem Namen, der über der Parteienkoalition steht, oder mit 2 Kreuzchen über beiden.

Wer möchte, dass seine Stimme voll und ganz „seiner“ Partei zugute kommt, tut gut daran, nur das entsprechende Listenzeichen anzukreuzen. 

Warum wählen?

„Jede Stimme zählt, denn Demokratie lebt von Beteiligung“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Nicht wählen ist keine Alternative.“

Regionalratspräsident Thomas Widmann wendet sich an junge Wähler: Eine Wahl ermögliche es, Ideen vorzubringen. „Eine weiße Stimme ist nicht nur eine verlorene Stimme, sondern schwächt unsere Vertreter und somit Südtirol im Parlament“, warnt Daniel Alfreider (SVP).

Auch der Jugendring ruft dazu auf, unbedingt zur Wahl zu gehen; unter wahllokal.it gebe es jugendgerechte Infos. Der KVW-Vorsitzende Werner Steiner wünscht sich, dass die stärkste Gruppe nicht die Nicht-Wähler sind.

Unbedingt vom Wahlrecht Gebrauch machen

„Wer nicht wählt, über den wird bestimmt“, meint ASGB-Chef Tony Tschenett.

Die Initiative für mehr Demokratie hat Verständnis für alle Nicht-Wähler, ruft aber dazu auf, trotzdem vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Die Gewerkschaft AGO hingegen plädiert dafür, als Zeichen des Protests weiß abzugeben.

D/stol

stol