Sonntag, 24. Februar 2019

Regionalwahlen auf Sardinien

2 Wochen nach den Regionalwahlen in der Region Abruzzen stehen die italienischen Parteien vor einer neuen Abstimmung 1,4 Millionen Wähler sind am Sonntag auf Sardinien zu den Urnen gerufen.

Christian Solinas geht als Favorit ins Rennen. - Foto: ANSA
Christian Solinas geht als Favorit ins Rennen. - Foto: ANSA

Nach dem Wahlerfolg in den Abruzzen erhofft sich die seit Juni regierende rechte Lega einen weiteren Sprung nach vorne. Lega und Fünf-Sterne-Bewegung, die in Rom verbündet sind, sind auf Sardinien Rivalen.

Unermüdlich tourt Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini auf Sardinien und wirbt für den Mitte-rechts-Kandidaten Christian Solinas, der als Favorit ins Rennen gegangen ist. Solinas ist Chef der mit der Lega verbündeten autonomistischen sardischen Partei „Partito Sardo d ´Azione“. Der 42-Jährige wurde 2018 in den Reihen der Lega zum Senator in Rom gewählt. Laut der jüngsten vom Meinungsforschungsinstitut SWG veröffentlichten Umfrage könnte der Mitte-Rechts-Kandidat mit 33 bis 37 Prozent der Stimmen die Regionalwahlen gewinnen. Auch die Forza Italia, die rechtskonservative Kraft um Ex-Premier Silvio Berlusconi, unterstützt Solinas.

Die Lega rechnet jedoch nicht mit so einem großen Erfolg wie bei den Regionalwahlen in den Abruzzen, wo sie mit 28 Prozent der Stimmen als stärkste Einzelpartei abgeschnitten und dem Mitte-rechts-Kandidaten Marco Marsilio zum Erfolg verholfen hatte. Auf Sardinien dürfte es die Lega als Einzelpartei laut Umfragen auf maximal 14 Prozent der Stimmen schaffen.

Gefährlichster Rivale Solinas ist der Mitte-Links-Kandidat Massimo Zedda. Der 42-Jährige ist seit 2011 Bürgermeister der Hauptstadt Cagliari. Laut Umfrage könnte Zedda bis zu 33 Prozent der Stimmen erobern. Weniger Chancen werden dem Fünf-Sterne-Kandidaten Francesco Desogus eingeräumt, der laut SWG-Befragung auf maximal 26 Prozent der Stimmen kommen sollte. In den letzten Jahren stand Sardinien unter Verwaltung einer Mitte-links-Administration.

apa

stol