Dienstag, 14. April 2015

Renzi nach Südtirol, Kompatscher auf Sendung

Zuerst hatte es geheißen, im Februar, dann im März ... Ende April soll der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi nun tatsächlich nach Südtirol kommen.

Matteo Renzi kommt bald wieder nach Südtirol, Arno Kompatscher wird in Lilly Grubers Sendung auftreten - Archivbild
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Matteo Renzi kommt bald wieder nach Südtirol, Arno Kompatscher wird in Lilly Grubers Sendung auftreten - Archivbild

Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung mitgeteilt hat, wird Ministerpräsident Matteo Renzi schon bald nach Bozen kommen, um das Abkommen zwischen dem Staat und dem Land zur Weiterentwicklung der Autonomie zu unterzeichnen.

"Erst gestern habe ich mit Ministerpräsident Renzi telefoniert", berichtete Landeshauptmann Kompatscher, "und er hat mir bestätigt, dass er in der letzten April- oder ersten Maiwoche nach Südtirol kommen wird."

Es handelt sich dabei um keinen reinen Freundschaftsbesuch des Premiers, sondern um den ersten Schritt für die Umsetzung konkreter Maßnahmen.

"Wir werden ein Abkommen zwischen dem Staat und dem Land unterzeichnen", unterstrich Landeshauptmann Kompatscher, "durch welches wir Zuständigkeiten zurückerhalten, die uns in den letzten zehn Jahren genommen wurden. Außerdem bildet es die Grundlage für einen weiteren Ausbau der Autonomie."

Kompatscher bei Lilly Gruber zu Gast

Landeshauptmann Kompatscher hat zudem mitgeteilt, dass er am Samstag, 18. April, bei der von Lilli Gruber moderierten Sendung "Otto e Mezzo" auf La7 zu Gast sein wird, bei der es ebenfalls um die Südtirol-Autonomie gehen wird.

In letzter Zeit waren nämlich wieder mehrere kritische Stimmen von italienischen Politikern - allen voran dem Präsidenten der Region Toskana, Enrico Rossi, der ebenfalls an der Sendung teilnehmen wird - laut geworden, die sich kritisch zu den autonomen Regionen und Provinzen geäußert haben.

"Die Sendung ist eine Gelegenheit", erklärte Landeshauptmann Kompatscher, "um darzulegen, dass die Autonomie kein Privileg ist, sondern ein international verankertes Grundrecht, von dem letztendlich sowohl der Staat als auch das Land profitieren."

lpa

stol