Mittwoch, 17. März 2021

Ritten: Villa Delugg wird vor Vandalenakten gesichert

Am vergangenen Freitag hatten die Ordnungskräfte gemeldet, dass Unbekannte in die Villa Delugg in Oberinn am Ritten eingedrungen waren und diese verwüstet hatten. Landesrat Bessone hat sich ein Bild von den Vandalenakten gemacht. Am morgigen 18. März erfolgen Sicherungsarbeiten.

Um weiteren Schaden abzuwenden, soll die Villa Delugg in Oberinn vor Vandalenakten gesichert werden.
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Um weiteren Schaden abzuwenden, soll die Villa Delugg in Oberinn vor Vandalenakten gesichert werden. - Foto: © LPA/Landesamt für Bauerhaltung
Beim Lokalaugenschein am Montag in Oberinn am Ritten waren neben Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone auch Daniel Bedin, Direktor der Landesabteilung Vermögen, und Luca Carmignola, geschäftsführender Direktor des Landesamtes für Bauerhaltung, sowie der Kommandant der Carabinieri-Station Klobenstein-Ritten Antonio De Lucia dabei.




Um weiteren Schaden abzuwenden, soll die Villa Delugg vor Vandalenakten gesichert werden. „Wir möchten so rasch wie möglich handeln, um weitere Vandalenakte zu vermeiden und dieses öffentliche Gut vor dem Verfall zu bewahren“, unterstreicht Landesrat Bessone. Die Villa Delugg ist in Besitz des Landes Südtirol. Das Gebäude befindet sich in einer Zone von Allgemeininteresse und wird bereits seit längerem nicht genutzt.

„Erlös aus künftigem Verkauf soll Projekten zugutekommen“

„Die Villa steht auf dem Verkaufsplan der Landesvermögensabteilung. Sie ist schon mehrmals zum Verkauf angeboten worden, bisher fand sich jedoch kein Interessent“, erklärt Abteilungsdirektor Bedin. In Kürze soll eine weitere Ausschreibung erfolgen. Der Verkaufspreis beläuft sich laut Schätzamt des Landes auf 1,8 Millionen Euro. „Der Erlös aus einem künftigen Verkauf der Villa Delugg soll Projekten zugunsten der Allgemeinheit zugutekommen, insbesondere der Jugend und benachteiligter Personen“, erklärt Landesrat Bessone.




Beim Lokalaugenschein am Montag wurde der Zustand des abgelegenen Gebäudes genau erhoben: Verschmierte Wände, zerstörte Einrichtung und Bäder sowie Müllablagerungen wurden festgestellt. Das Gebäude, das bereits verschlossen war, wird nun versiegelt, um weitere Übergriffe zu verhindern. Dazu werden Fenster und Türen mit Holzlatten versiegelt, zudem werden Überwachungskameras montiert. Die Kosten betragen einige Tausend Euro. Das Landesamt für Bauerhaltung wird die Arbeiten am morgigen Donnerstag, 18. März, ausführen.

lpa