Warum die SVP „keinen Cent“ aus der Parteikasse holen will, welche Strategie die deutschsprachigen Oppositionsparteien verfolgen und warum der 5. September – Tag der Autonomie – ein brisanter Tag im Südtiroler Wahlkampf werden könnte – hier erfahren Sie es!<BR /><BR /> Die italienischen Parteien lassen ihre Minister aufmarschieren – darunter am Tag der Autonomie, 5. September, Lega-Boss Matteo Salvini.<BR /><BR />Die <b>Südtiroler Volkspartei</b> läutet den Parlamentswahlkampf auf der Landesversammlung am 3. September ein. Es wird ein kurzer Intensivwahlkampf, dessen finanziellen Rahmen der Parteiausschuss letzte Woche mit 150.000 Euro abgesteckt hat. <BR />Von der Partei kommt dabei kein Cent. Vielmehr sind es die 5 Fixstarter Julia Unterberger, Renate Gebhard, Meinhard Durnwalder, Manfred Schullian und Dieter Steger, die 30.000 Euro pro Kopf berappen müssen – und zwar 10.000 Euro vor und weitere 20.000 bei erfolgter Wahl. Manfred Mayr zahlt ein Eintrittsticket von 5000 Euro. Sollte er es nach Rom, schaffen sind 25.000 Euro fällig und das Gesamtbudget steigt auf 180.000 Euro. Die Partei koordiniert den Wahlkampf. Neben den üblichen Drucksachen soll das Geld verwendet werden, „um Menschen bei Initiativen zu erreichen, aber es wird sicher nicht geprasst“, sagt SVP-Landessekretär Stefan Premstaller.<BR /><BR />Während die SVP beste Chancen hat, 5 und vielleicht 6 Parlamentarier zu stellen, sind die Aussichten der Opposition gering. Hier geht es vor allem darum, das Feld nicht der SVP zu überlassen, eine Alternative zu bieten, damit die eigenen Wähler sich – auch im Hinblick auf die Landtagswahl, nicht bei der Konkurrenz das Kreuz setzen.<h3> „Haben keinen Tippel“</h3>Dementsprechend will das <b>Team K</b> nur 10.000 bis 15.000 Euro in den Wahlkampf investieren. „Wir haben keinen Tippel in der Tasche. Ein bisschen was für Plakate, Flyer und soziale Medien werden wir aber schon auftreiben“, sagt Paul Köllensperger. Plakate, Online-Werbung und Flyer für die Kandidaten – mehr wird es auch bei den <b>Grünen</b> und <b>Freiheitlichen</b> nicht sein. „Noch 2 oder 3 Veranstaltungen. Mehr geht sich nicht aus. Wir steuern auf den kürzesten Wahlkampf hin, den es in Italien je gab“, sagt Brigitte Foppa. Was genau bei der Werbung erlaubt ist, erfahre man erst am Donnerstag bei einem Treffen im Regierungskommissariat, so Andreas Leiter Reber (Freiheitliche).<BR /><BR />Bei den Ablegern der gesamtstaatlichen Parteien reisen die Minister ein. „Garavaglia, Stefani, Giorgetti kommen nach Bozen“, sagt <b>Lega</b>-Koordinator Giuliano Vettorato. Die Lega setze auf ihre „gute Regierungsarbeit in Rom und Bozen“. Höhepunkt werde der Auftritt von Lega-Boss Matteo Salvini am 5. September, Tag der Autonomie sein. In Südtirol beginnt an diesem Tag die Schule. „Und es ist dem Druck der Lega zu verdanken, dass die Schüler ohne Maske in die Klasse können“, meint Vettorato.<h3> Parteigrößen aus der Hauptstadt</h3>„Wir haben aus den Parteiabgaben Geld für den Wahlkampf beiseite gelegt. Dieser ist aber relativ: Die Menschen wählen eine Partei für das, was sie über Jahre geleistet hat“, sagt Alessandro Urzì, Koordinator der <b>Fratelli D’ Italia</b>. Auch weil die großen Parteien ständig in den Medien präsent seien, reiche es, vor Wahl „zu erinnern, dass wir da sind“.<BR /><BR />Der Südtiroler <b>PD</b> steckt sein Budget erst am Donnerstag ab. Die Liste der Parteigrößen, die nach Bozen kommen, stehe noch nicht fest. „Es wird auf jeden Fall ein maßvoller Wahlkampf von Tür zu Tür und auf der Straße sein, sagt Koordinator Carlo Bettio. Die Mittel kämen vom lokalen PD. Hauptaktionsfeld wird wohl der Wahlkreis Bozen/Unterland sein.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />