Bei den bisherigen Landtagswahlen war es immer so, dass die SVP-Bezirke 2 Drittel, also 23 der 35 SVP-Bewerber, für Landtagswahlen nominieren, 2 stehen der JG zu. <BR /><BR />Erst wenn dies alles erfolgt war, ergänzte der Parteiausschuss auf Vorschlag von Landeshauptmann und Parteiobmann die Liste mit den letzten 10 Kandidaten – und zwar, um die Liste noch mit Bewerberinnen und Bewerbern abzurunden, die strategisch für die Gesamtpartei wichtig sind.<BR /><BR /><b>Die Realität sah anders aus</b><BR /><BR />Die Realität sah freilich anders aus. Oft wurden Frauen gesucht, weil sie auf Bezirksebene fehlten. Kandidaten, die von den Bezirken schon auf die Liste gesetzt wurden, drohten mit Rücktritt, wenn man ihnen Konkurrenz aufs Auge drückt. „Es war immer ein großer Kraftakt und wie beim Domino: Stellt man einen auf, fällt der andere um“, so SVP-Obmann Philipp Achammer. <BR /><BR /><b>Die Neuerungen</b><BR /><BR />Deshalb soll künftig der SVP-Ausschuss ermächtigt werden, 10 Kandidaten im Landespaket vorab auf die Liste zu setzen. Erst dann wären die Bezirke am Zug. <BR /><BR /><b>Über das Landespaket könnten „Getreue“ gesetzt werden</b><BR /><BR />„Dies würde jene strategischen Besetzungen ermöglichen, die am Ende kaum mehr möglich sind“, sagt Obmann Achammer. Im 10er-Paket dürften sich dann freilich nicht nur die Landesräte und sonstige „Bigs“ befinden.<BR /><BR />Nebeneffekt: Über das Landespaket können Getreue „gesetzt“ werden, die sich im Bezirk schwer tun. Ein Beispiel wäre im Falle des Landeshauptmanns: Gert Lanz.