Dienstag, 06. März 2018

Sozialwohnungen: 326 Schlüssel überreicht

Über die Aufteilung der zur Verfügung stehenden oder frei gewordenen Sozialwohnungen des Landeswohnbauinstituts WoBi unter EU- und Nicht-EU-Bürgern entscheidet die Landesregierung jährlich. Für das laufende Jahr wurde dieser Verteilungsschlüssel am Dienstag definiert.

Für das laufende Jahr wurde der Verteilungsschlüssel der Sozialwohnungen am Dienstag definiert.
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Für das laufende Jahr wurde der Verteilungsschlüssel der Sozialwohnungen am Dienstag definiert. - Foto: © shutterstock

Ziel sei stets ein sozialer Ausgleich, unterstreicht Tommasini. In den Genuss von Institutswohnungen, für die ein günstiger Mietzins zu besahlen ist, kommen daher Personen und Familien, die ihren Bedarf nachweisen müssen. "Durch die Sozialwohnungen geben wir vielen Bürgern Sicherheit und Lebensqualität", zeigt sich der Landesrat überzeugt. 

286 bereitstehende Sozialwohnungen (2017 waren es 383) werden heuer Bürgern aus EU-Ländern einschließlich Einheimischen zugewiesen. Zu dieser größten Gruppe gehören also vor allem Südtiroler der deutschen, italienischen und ladinischen Sprachgruppe sowie eine kleinere Gruppe von Bürger aus anderen Regionen Italiens und anderen europäischen Ländern, die in Südtirol leben. 

40 Sozialwohnungen – zu Vergleich, 2017 waren es 57 - sind für Menschen in Südtirol vorgesehen, die aus außereuropäischen Staaten stammen.

Laut ASTAT waren zu Jahresende 2016 in Südtirol 493.159 EU-Bürger ansässig. Das ist ein Anteil von 94,07 Prozent. Die Nicht-EU-Bürger bildeten mit 31.097 Personen 5,93 Prozent der Ansässigen. Was den Bedarf an Sozialwohnungen betrifft, so ist dieser bei den Nicht-EU-Bürger mit 31,5 Prozent der insgesamt 946 genehmigten Ansuchen mit mindestens 25 Punkten um eine Sozialwohnung überproportional.

Die EU-Bürger haben hingegen 68,5 Prozent der genehmigten Gesuche vorgelegt. Daraus ergibt sich der Verteilungsschlüssel nach dem 87,68 Prozent der Sozialwohnungen an EU-Bürger und 12,32 Prozent der Sozialwohnungen an Nicht-EU-Bürger zugewiesen werden.

"Nutznießer sind vor allem Familien der drei Sprachgruppen aus Südtirol", unterstrich Tommasini. Einwanderer können nach wie vor nur um eine Mietwohnung des Wohnbauinstituts ansuchen, wenn sie seit mindestens 5 Jahren ohne Unterbrechungen in Südtirol ihren Hauptwohnsitz haben und seit mindestens 3 Jahren in Südtirol arbeiten. "Wir wollen die ständig in Südtirol wohnenden Menschen unterstützen, aber auch die Integration fördern", erklärte Landesrat Tommasini.

stol

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