Montag, 14. Dezember 2015

Startschuss für ESF-Geldsegen

Mit rund 136 Millionen Euro ist das ESF-Programm ausgestattet. Mittel, die laut Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu beitragen, den Arbeitmarkt weiterzuentwickeln, das Sozialsystem zu unterstützten und das Bildungssystem zu fördern.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Im Sommer hat Brüssel das von Südtirol vorgelegte "Operationelle Programm Europäischer Sozialfonds 2014-20" genehmigt.

Am Montag fand im Bozner Palais Widmann die Auftaktveranstaltung für die neue Programmperiode statt.

Der Europäische Sozialfonds ESF ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung von Beschäftigung. Rund 80 Milliarden Euro stellt die EU in der aktuellen Förderperiode bis 2020 insgesamt für den ESF zur Verfügung.

Die Vorschriften für die Verwaltung des Fonds sind komplex und durch eine Vielzahl von Normen und sogenannte "Soft laws" geregelt, die sowohl auf europäischer, gesamtstaatlicher als auch auf Landesebene erlassen werden.

"Komplexes System führte zu Schwierigkeiten"

"Dieses komplexe System hat in den vergangenen Jahren leider auch zu einigen Schwierigkeiten geführt, an deren Lösung wir noch immer arbeiten", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher, "auch wenn wir noch nicht alle Probleme gelöst haben, so sind wir an einem guten Punkt angelangt, was den Abschluss der Programmperiode anbelangt." 

Menschen, besonders Frauen, in Arbeit bringen, soziale Inklusion zu fördern und Diskriminierung zu bekämpfen, Bildung und Ausbildung zu verbessern und besonders dem Schulabbruch entgegen zu wirken, zählte der Direktor der Landesabteilung Europa, Albrecht Matzneller, als Hauptziele der ESF-Programmperiode 2014-2020 auf.

"Klar und transparent" 

Der Abteilungsdirektor verwies auf "klare, transparente und gleichbleibende Regeln, deren Einhaltung eingefordert" werde und kündigte die qualitative Bewertung sowie die Möglichkeit der rein telematischen Projektabwicklung an.

"Wir sind spät dran", so Matzneller, "wollen nun aber durch eine zügige Ausschreibung und Projektaufrufung die verlorene Zeit einholen."

Mehr als 61 Millionen für die Bildung 

Das vom Land Südtirol erarbeitete operative ESF-Programm 2014-2020 stellte dann Claudio Spadon von der ESF-Verwaltungsbehörde vor. Von den zur Verfügung stehenden 136,62 Millionen Euro sollen demnach 38,3 Millionen Euro für das Hauptziel Beschäftigung aufgebracht werden, 27,3 Millionen Euro sind für die soziale Inklusion bestimmt und 61,4 Millionen Euro für Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen.

"Neu ist in dieser Programmperiode", so Spadon, "dass auch die Verbesserung der öffentlichen Dienste berücksichtigt wird."

"Bis zum Jahr 2020 stehen rund 136 Millionen Euro zur Verfügung", fasste Kompatscher zusammen, "die wir für eine aktive und positive Entwicklung des Südtiroler Arbeitmarktes, für die Unterstützung unsers Sozialsystems und die Förderung unseres Bildungssystems in Südtirol einsetzen können. Dies soll so zielgerichtet wie möglich erfolgen zugunsten des Südtiroler Arbeitsmarkts, der Wirtschaft genauso wie der Bürgerinnen und Bürger." 

stol/lpa

stol