Dienstag, 26. Juli 2016

„Sterzinger Mütter“ demonstrieren in Bozen

Am Dienstagvormittag wurde in Bozen gegen die Schließung der Sterzinger Geburtenstation demonstriert. Im Vergleich zu den Protesten in Sterzing eine überschaubare Gruppe – die Message war aber die gleiche: Die Geburtenstation soll offenbleiben. Unter den Teilnehmern traf man auf viele Mütter, die in Sterzing entbunden haben.

Vor dem Südtiroler Landtag ließen die Teilnehmer Luftballone in die Luft steigen.
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Vor dem Südtiroler Landtag ließen die Teilnehmer Luftballone in die Luft steigen.

An die 60 Demonstranten zogen am Dienstag gegen 11 Uhr von der Talferbrücke durch die Bozner Innenstadt – das Ziel: der Silvius-Magnago-Platz vor dem Südtiroler Landtag. An den Protesten in Sterzing, am 14. Juli, hatten an die 3000 Personen teilgenommen.

Bunt zusammengewürfelt war die Gruppe der Geburtshilfebefürworter, die aus dem ganzen Land angereist waren. Viele der Teilnehmerinnen am Protestzug verband vor allem eines, sie haben in Sterzing entbunden.

Sterzing im Fokus der Aufmerksamkeit

Die „Sterzinger Mütter“ forderten – genauso wie die anderen Teilnehmer – „dass eine gut funktionierende, an den Bedürfnissen der Gebärenden orientierte Geburtenstation Brixen/Sterzing aufgebaut wird, bevor Sterzing einfach geschlossen wird“. Das liege im Interesse aller Frauen und Familien, insbesondere auch jener aus Brixen und dem Eisackteil, so eine der Organisatoren im Vorfeld.

Sterzing sei dabei nicht nur ein Thema von Südtiroler Interesse. Laut Organisatoren würde man italienweit die Sterzinger Entwicklungen beobachten.

Treffen mit Martha Stocker

Vor dem Landtag wurde die Forderung zur Beibehaltung der Sterzinger Station nochmals deutlich zur Sprache gebracht – anschließend trafen sich einige der Teilnehmer mit Martha Stocker, der zuständigen Landesrätin.

stol/aw

stol