Nach den heftigen Diskussionen im Landtag fordert Freiheitlichen-Obmann Andreas Leiter Reber von der Landesregierung nun, dass die Maßnahmen zur Abfederung der hohen Strom- und Gaspreise „den Südtiroler Verhältnissen angepasst werden“. <BR /><BR />4 Milliarden Euro stellt die Regierung in Rom bekanntlich für die Abfederung der hohen Energiekosten bereit. Weitere 7 Milliarden Euro sollen folgen. Wer Anspruch auf eine Unterstützung erhält, ist noch nicht definitiv klar. <BR /><BR />Südtirols Landesregierung hat bereits angekündigt, dass man mit möglichen eigenen Maßnahmen so lange warten wolle, bis klar ist, wie die staatlichen Hilfen ausfallen. <BR /><BR /><b>Leiter Reber: „Risiko, dass der Mittelstand durch den Rost fällt“</b><BR /><BR />Geht es nach Leiter Reber, müssten die Weichen aber schon jetzt gestellt werden. „Entweder man passt die Einkommensgrenze an oder den Betrag“, so der Obmann der Freiheitlichen. „Denn es macht einen Unterschied, ob man in Südtirol 200 Euro bekommt oder in Catania. Ansonsten besteht wieder einmal das Risiko, dass der Mittelstand durch den Rost fällt.“<BR /><BR />Leiter Reber befürchtet, dass man es hierzulande damit belassen könnte, die, wie im Gesetzesdekret („decreto legge sostegni“) vorgesehen, von Rom einbehaltenen Zusatzgewinne von 150 Millionen Euro aus erneuerbaren Energien für die Alperia einzufordern. Aosta ist in dieser Sache bereits tätig geworden.<BR /><BR />Dass Südtirol besagte 150 Millionen Euro zustehen, stehe außer Zweifel, so Leiter Reber. „Damit könnte dann endlich der versprochene Strombonus an Südtirols Haushalte ausbezahlt werden, rund 13 bis 20 Millionen Euro“, sagt er. Aber auch die nötige Finanzierung der bislang fehlenden 8 Millionen Euro für das Kapitel leistbares Wohnen könnte mit diesem Geld bereitgestellt werden. <BR /><BR /><i>Haben Sie auch kurz schlucken müssen, als Sie Ihre jüngste Stromrechnung gesehen haben? Stimmen Sie ab.</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="194296" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR />Gleich wichtig wie die kurzfristigen Abfederungsmaßnahmen für Südtirols Haushalte und Betriebe sei laut Leiter Reber aber auch eine längerfristige Planung. Nachdem der Landtag vergangene Woche zugestimmt hatte, dass alle Akteure auf dem Energiesektor sich an einen Tisch setzen und mögliche Zukunftsszenarien erarbeiten sollen, macht Leiter Reber Nägel mit Köpfen.<BR /><BR /> In einem Schreiben an Franz Locher (SVP), den Präsidenten der 2. Gesetzgebungskommission des Landtages, fordert er diesen auf, eine Anhörung von Energie-Experten zu organisieren. „Dieses Thema darf nämlich nicht nur die Landesregierung betreffen, sondern muss auch vom Landtag weiter verfolgt werden“, ist Leiter Reber überzeugt.