Dienstag, 17. Mai 2016

Südtirols Beitrag zum Klimaschutz

Um die zukünftigen Energiestrategien im Alpenraum ging es bei der Pressekonferenz am Dienstag anlässlich des "Energieforum Alpenraum" in der EURAC in Bozen.

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Foto: © shutterstock

Das diesjährige Energieforum – ausgerichtet vom Landesressort für Raumentwicklung, Umwelt und Energie gemeinsam mit dem "Europäischen Forum Alpbach" - knüpft an das "Energieforum Alpenraum 2014" in München an, bei dem erste Bausteine für eine "Energievision Alpenraum 2030" entwickelt wurden.

Mehrere Elemente kennzeichnen derzeit die Energiepolitik auf europäischer Ebene: Die Energiemärkte sind von zunehmender Volatilität gekennzeichnet und werden dies auch in Zukunft sein. Die Energiewirtschaft entwickelt sich immer mehr in Richtung Energiedienstleister, wobei viele neue Businessmodelle entstehen.

In diesem Spannungsfeld steht der Alpenraum, der das Potenzial hat, als Speicher- und Transferraum in Zukunft bei der Versorgung mit erneuerbarer Energie eine entscheidende Rolle in Europa zu spielen.

"Eine gemeinsame Strategie aller Akteure ist dafür allerdings unumgänglich. Es sind die Regionen, die dabei im europäischen Energie-Szenario eine Schlüssel-Aufgabe innehaben", brachte Energielandesrat Richard Theiner die Hauptbotschaft der heutigen Tagung auf den Punkt.

Herausforderungen des Klimawandels 

Landesrat Theiner verwies auf die Herausforderungen des Klimawandels und damit einhergehend auf die Anstrengungen hin zu einer Energiewende in Europa: "An einer massiven Verringerung des Energieverbrauchs, einer Erhöhung der Energieeffizienz und einem Ausbau der erneuerbaren Energieträger führt kein Weg vorbei", erklärte Theiner. 

"Der Alpenbogen bietet allein schon durch seine Topographie gute Voraussetzungen, um hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Allerdings ist er auch ein besonders sensibler Raum. Insofern haben wir große Verantwortung zu übernehmen."

Zudem seien die EU-Klima- und Energieziele im Alpenraum noch stärker als in anderen Räumen mit anderen Politikfeldern abzugleichen: nämlich mit den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Gefahrenzonenmanagement, Raumordnung und nachhaltige Regionalentwicklung in peripheren Räumen."

Der Südtiroler Weg

Südtirol selbst, wo doppelt so viel Strom produziert als im Land verbraucht wird, habe sich 2011 einen umfassenden Landesklimaplan gegeben, der den Weg hin zum "KlimaLand Südtirol" vorzeigt.

"Mit dieser langfristig angelegten Energie-Strategie Südtirol 2050 hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 der Anteil der regenerativen Energieträger an der im Land verbrauchten Energie mindestens 75 Prozent und bis 2050 über 90 Prozent betragen soll. Weiters sollen laut Landesklimaplan die CO2-Emissionen bis 2020 auf unter vier Tonnen und bis spätestens 2050 auf unter 1,5 Tonnen pro Person jährlich gesenkt werden", informierte der Landesrat.

lpa

stol