Montag, 18. Februar 2019

Syrien: Mindestens 13 Tote bei Doppelexplosion

Bei einer Doppelexplosion in der syrischen Rebellenhochburg Idlib sind Aktivisten zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bei mindestens zehn der Opfer handle es sich um Zivilisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Die Identität der anderen sei noch unklar. Mindestens 25 Menschen seien verletzt worden.

Eine der Bombe explodierte in einem Auto Foto: APA (AFP)
Eine der Bombe explodierte in einem Auto Foto: APA (AFP)

Zunächst explodierte eine Autobombe nahe einem Büro des „Lokalrats” der örtlichen „Heilsregierung” der Al-Kaida-nahen Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS). Als sich Helfer versammelt hätten, sei eine zwei Bombe an einem Motorrad detoniert, so die Beobachtungsstelle, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht. Für Medien sind die Angaben meist kaum zu überprüfen.

Auch die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete von zwei Explosionen. Es war zunächst unklar, wer dafür verantwortlich ist.

Die Stadt Idlib wird wie die gleichnamige Region im Nordwesten Syriens von der islamistischen HTS-Allianz kontrolliert. Diese hat in den Gebieten unter ihrer Kontrolle eine „Heilsregierung” eingesetzt.

Idlib im Nordwesten Syriens ist die letzte große Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes. Russland als Unterstützer der syrischen Regierung und die Türkei als Verbündeter der Rebellen hatten sich im vergangenen Jahr auf eine Pufferzone für Idlib geeinigt. Damit soll ein Angriff der Regierung verhindert werden.

apa/dpa/ag.

stol