Donnerstag, 13. Juni 2019

Tanker nach mutmaßlichem Angriff im Golf von Oman in Brand

Nach dem mutmaßlichen Angriff auf 2 Tanker im Golf von Oman sind die Schiffe in Brand geraten. Die Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement teilte am Donnerstag in Singapur mit, ihr Tanker „Kokuka Courageous” sei bei einem mutmaßlichen Angriff beschädigt worden. Das Schiff sei evakuiert worden, eines der Besatzungsmitglieder sei leicht verletzt worden, erklärte ein Sprecher.

Der norwegische Öltanker "Front Altair" geriet in Brand Foto: APA (AFP/HO/IRIB)
Der norwegische Öltanker "Front Altair" geriet in Brand Foto: APA (AFP/HO/IRIB)

Bei dem anderen Tanker soll es sich Schifffahrtskreisen zufolge um einen Öltanker der norwegischen Gesellschaft Frontline handeln. Er sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emiraten von einem Torpedo getroffen, berichtete die Schifffahrtszeitung „Tradewinds” unter Berufung auf Branchenkreise. Laut einem anderen Insider könnte das Schiff auch von einer Seemine getroffen worden sein. Die Besatzung sei von einem anderen Schiff an Bord genommen worden.

Die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete, ein iranisches Schiff habe 44 Seeleute der beiden beschädigten Öltanker aufgenommen. Sie seien in einen Hafen des Irans gebracht worden.

Die US-Marine in der Region erklärte, sie habe 2 getrennte Notrufe erhalten und sei mit eigenen Schiffen zu einem Hilfseinsatz vor Ort. Erst Mitte Mai waren 4 Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate attackiert worden. Saudi-Arabien machte den Iran und von ihm unterstützte Kräfte dafür verantwortlich. Der Iran wies die Vorwürfe zurück. Auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich zuletzt massiv verschärft.

Der Golf von Oman ist über die Straße von Hormus mit dem Persischen Golf verbunden.

apa/ag.

stol