In ihrer Eröffnungsrede auf dem Kongress betonte Masera die Bedeutung der lokalen Besteuerung und die Notwendigkeit, auch in der Provinz Bozen die prekäre Beschäftigung zu verringern. <BR /><BR />Die scheidende Generalsekretärin thematisierte dann die Landtagswahlen und das Risiko eines andauernden Wahlkampfes: „Ich hoffe, dass wir uns auf das Gemeinwohl und die Gemeinschaft konzentrieren und nicht auf das Streben nach Lobbyvertretung“. Masera wies daraufhin Forderungen aus der Wirtschaft zurück, die öffentlichen Ausgaben zu rationalisieren, um mehr Beiträge zu geben: „Die Gewerkschaft fordert stattdessen eine Rationalisierung, um besser und nicht weniger auszugeben. Für unsere Zukunft ist es notwendig, dass Beiträge vor allem an Subjekte ausgezahlt werden, die auf Innovation und Nachhaltigkeit im Energie- und Umweltbereich abzielen, und welche die Arbeitsverträge korrekt anwenden“.<BR /><BR />Die Herausforderung der kommenden Jahre im Bereich der Gesundheitsversorgung ist ebenfalls groß. Der AGB/CGIL bezeichnete den Personalmangel als besorgniserregend; in diesem Jahr sind beispielsweise nur 70 Personen in der Fakultät für Krankenpflege eingeschrieben und es ist noch zu sehen, wie viele Mediziner sich für die Ausbildung zum Hausarzt einschreiben werden. „Diese Schwierigkeiten müssen überwunden werden, damit die Effizienz des Öffentlichen Gesundheitswesens nicht abnimmt“, betonte die Sekretärin.<BR /><BR />Was das Pflegegeld und die damit verbundenen Wartezeiten betrifft, so wurden für Februar einige Änderungen angekündigt, doch laut Masera ist das Informatiksystem noch immer nicht in der Lage, den Veränderungen bei den Familien und Patienten innerhalb annehmbarer Fristen Rechnung zu tragen. <BR /><BR /><b>Attraktive Arbeitsmarkt- und Wohnpolitik <BR /></b><BR />In Bezug auf den PNRR (Nationaler Wiederaufbauplan) hat der AGB/CGIL einen ständigen Dialog auf lokaler Ebene gefordert, so wie es die Provinz ihrerseits auf nationaler Ebene verlangt hat und wie es in den Vereinbarungen und Rechtsvorschriften vorgesehen ist. „Die Bereiche lokales Gesundheitswesen, Sozialfürsorge und Verkehr werden kleine und große Projekte durchführen können, laufen dann aber, wie im Falle des Gesundheitswesens, Gefahr, keine ausreichende Mitarbeiteranzahl zu haben“, so Masera.<BR /><BR />„Die Attraktivität Südtirols für Arbeitskräfte wird sicherlich durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik, aber auch durch eine Wohnungspolitik verbessert. Die Wohnungspolitik darf dabei nicht ausschließlich auf den Wohnungskauf, der durch die Inflation sehr schwierig geworden ist, ausgerichtet sein, sondern muss sich auch auf die Vermietung zu tragbaren Preisen konzentrieren“, erklärte Masera abschließend. Der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, überbrachte Grüße an den Kongress und auch Landeshauptmann Arno Kompatscher übermittelte eine Videobotschaft.<BR />