Samstag, 08. Dezember 2018

Tausende Lega-Aktivisten demonstrierten für Regierung in Rom

Zehntausende aus ganz Italien angereiste Anhänger der Lega haben sich am Samstag in Rom versammelt, um für die Regierung zu demonstrieren.

Matteo Salvini bei einer Kundgebung für die Lega in Rom am Samstag. - Foto: Ansa
Matteo Salvini bei einer Kundgebung für die Lega in Rom am Samstag. - Foto: Ansa

An der Veranstaltung auf der zentralen Piazza del Popolo im Herzen der italienischen Hauptstadt beteiligten sich Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini sowie mehrere Regierungsmitglieder.

„Man wird versuchen, diese Regierung zu stürzen, doch wenn wir zusammenbleiben, kann uns niemand aufhalten“, sagte Salvini. Zum Streit mit Brüssel in Sachen Haushaltsplan sagte Salvini: „Wenn die starken Machtgruppen gegen uns sind, bedeutet das, dass wir das Richtige für die 60 Millionen Italiener tun. Wir geben nicht auf“, proklamierte der Vizepremier vor seinen Anhängern, die Transparente mit Slogans für die Regierung schwenkten.

Salvini erklärte, die Regierung rechne mit schwierigen Monaten. „Nur geschlossen können wir siegen“, sagte der 45-jährige Mailänder.

Salvini kritisierte die Ausschreitungen der Gelbwesten in Frankreich, zeigte jedoch Verständnis für den Protest. „Ich bin gegen jegliche Form von Gewalt. Man muss aber sagen, dass wer Armut sät, Protest erntet“, sagte Salvini. Brüssel habe den europäischen Traum „verraten“. „Wir werden hart für eine neue Europäische Gemeinschaft arbeiten, die auf Beschäftigung, Wachstum und soziale Gerechtigkeit basiert“, sagte Salvini.

Als Erfolge seiner Regierung listete Salvini den starken Rückgang der Migrantenankünfte infolge der von Italien beschlossenen Hafensperre. „Man hat uns erzählt, dass die Einwanderung ein epochales Phänomen ist. Mit ein wenig Vernunft haben wir hunderttausend Menschenleben gerettet, in dem wir die Ankünfte in Italien verhindert haben“, sagte Salvini.

Auch Südtirols Lega vertreten

Auch die Südtiroler Lega hat es sich nicht nehmen lassen, in Rom dabei zu sein. Mit 2 Bussen und einigen Autos begaben sie sich in die italienische Hauptstadt.

Foto: Lega Südtirol

Foto: Lega Südtirol

apa/stol

stol