Samstag, 05. Januar 2019

Trump: Ex-Senator Webb wird nicht Verteidigungsminister

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, wonach der ehemalige demokratische Senator Jim Webb neuer Verteidigungsminister werden soll. Der Bericht in der „New York Times” sei eine „Falschmeldung”, twitterte Trump am Freitag. Neuer US-Sondergesandter für den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) wird James Jeffrey.

Häufige Personalwechsel unter US-Präsident Donald Trump Foto: APA (AFP)
Häufige Personalwechsel unter US-Präsident Donald Trump Foto: APA (AFP)

”Ich bin sicher, er ist ein guter Mann, aber ich kenne Jim nicht, ich habe ihn niemals getroffen”, so Trump über Webb. Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan mache einen „großartigen Job.” Shanahan übt das Amt seit Jahresbeginn vorübergehend aus.

Die „New York Times” hatte am Donnerstag berichtet, dass der Name Webb im Weißen Haus als Kandidat für die Nachfolge von James Mattis zirkuliere. Webb diente im Vietnam-Krieg. Außerdem ist er Autor von zehn Büchern. Unter dem republikanischen Präsidenten Ronald Reagan war er Marine-Minister.

Mattis hatte zuletzt wegen Differenzen mit Trump über dessen Plan für einen Abzug der US-Truppen aus Syrien seinen Rücktritt erklärt. Der Ex-General galt als Garant traditioneller US-Bündnispolitik in Trumps Kabinett und als einziger, der den Präsidenten von allzu brisanten militärischen Entscheidungen abhalten konnte.

Eine andere Personalentscheidung steht hingegen fest: Neuer US-Sondergesandter für den Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) wird James Jeffrey. Dies teilte das Außenministerium in Washington am Freitag (Ortszeit) mit. Jeffrey werde das Amt zusätzlich zu seinen jetzigen Aufgaben als Syrien-Gesandter übernehmen, erklärte Außenamtssprecher Robert Palladino.

Dabei werde sich der ehemalige US-Botschafter im Irak und in der Türkei in Absprache mit den Verbündeten auch um „den verantwortungsvollen US-Truppenrückzug aus Syrien” kümmern.

Jeffreys Vorgänger Brett McGurk hatte das Amt des Anti-IS-Beauftragten zum 31. Dezember aufgegeben. Zuvor war bereits Verteidigungsminister Jim Mattis nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten, alle 2.000 US-Soldaten aus Syrien abzuziehen. Nur wenige Tage, bevor Trump den vollständigen Abzug mit einem Sieg über den IS begründete, hatte McGurk gesagt, dass „niemand” mit Blick auf den Kampf gegen die Jihadistenmiliz von einer „erfüllten Mission” spreche.

apa/ag.

stol