Dienstag, 11. Juni 2019

Über 190 Millionen Euro für Tiefbau-Projekte bis 2021

Rund 192 Millionen Euro sind bis 2021 für Eingriffe auf Südtirols Straßen vorgesehen. Die Landesregierung hat das Tiefbauprogramm 2019 bis 2021 in diesem Jahr genehmigt. In diesem Jahr sind im Rahmen des 3-Jahres-Programms rund 64 Millionen Euro für den Tiefbau vorgesehen.

Kastelbell und Galsaun sollen durch eine Umfahrung vom Durchzugsverkehr befreit werden. - Foto: lpa/Angelika Schrott
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Kastelbell und Galsaun sollen durch eine Umfahrung vom Durchzugsverkehr befreit werden. - Foto: lpa/Angelika Schrott

Mit dem Budget für den Tiefbau werden Bauvorhaben auf den insgesamt rund 2826 Kilometern Staats- und Landesstraßen mit 1662 Brücken und 206 Tunnels umgesetzt.

Bis 2021 sollen insgesamt rund 192 Millionen Euro investiert werden, um rund 150 Bauvorhaben umzusetzen. Dies hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen.

Vorfahrt für Sicherheit und Lebensqualität

„Vorfahrt hat bei den Vorhaben im Tiefbau die Sicherheit", unterstreicht Tiefbaulandesrat Daniel Alfreider. Neben den Maßnahmen für sichere Tunnels und stabile Brücken stehen deshalb auch Eingriffe zum Schutz vor Steinschlag auf dem Programm. „Mehr Lebensqualität für die Menschen in den Orten zu schaffen, indem wir Umfahrungen bauen, ist ein weiterer Schwerpunkt", sagt Alfreider.

Laufende Arbeiten prioritär

Vorrangig im Dreijahresprogramm sind die laufenden Arbeiten beziehungsweise jene, die in Ausschreibung sind. In diesem Jahr sind insgesamt 44 Arbeiten in Ausführung. So wird beispielsweise am Mittelanschluss in Brixen gebaut, an der neuen Einfahrt ins Gadertal in St. Lorenzen, an der Südumfahrung in Bruneck, an den Kreisverkehren in Toblach und an der neuen Ortszufahrt Niedervintl.

Im Laufen ist auch der Ausbau der Landesstraße ins Ultental, in den in diesem Jahr mit fast 10 Millionen Euro der Löwenanteil der Gelder für laufende Arbeiten investiert wird.

14 neue Ausschreibungen

Insgesamt 14 Bauvorhaben in verschiedenen Landesteilen werden 2019 ausgeschrieben. Die Ausschreibungen erfolgen nach Prioritäten, wobei die Sicherheit im Vordergrund steht und alle Tiefbaubereiche berücksichtigt werden, wie Umfahrungen, Hangsicherungen, Brückensanierungen oder Verbreiterungen und Begradigungen von Straßenabschnitten.

Umfahrung von Kiens als größtes Vorhaben des Jahres

Das größte Vorhaben, das in diesem Jahr ausgeschrieben wird ist die Umfahrung von Kiens. Dafür stehen 2019 über den Europäischen Fonds für Entwicklung und Kohäsion (SSC) 14,5 Millionen Euro bereit (Kosten insgesamt rund 60 Millionen Euro).

Ausgeschrieben werden unter anderem der Neubau der Ladritscher Brücke bei der Festung Franzensfeste, die Sicherungsarbeiten auf der Landesstraße in Tanürz/Lajen oder die Felssicherung im Bereich der Staatsstraße aufs Penser Joch.

Maßnahmen für nachhaltige Mobilität

Neben den Investitionen in das Straßennetz setze die Landesregierung auch zahlreiche Maßnahmen, möglichst viel Verkehr auf umweltfreundliche Mobilitätsformen zu verlagern: Beginnend bei den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn bis hin zu schadstoffarmen Pkw wie Elektroautos, so Kompatscher.

stol

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