Samstag, 19. Januar 2019

UNO-Chef ruft zum Kampf gegen Fremdenhass und Intoleranz auf

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres rief die Völkergemeinschaft am Freitag zum Kampf gegen den Anstieg von Volksverhetzung, Fremdenhass und Intoleranz auf. Jedes Segment der Gesellschaft müsste darin einbezogen werden, sagte Guterres vor der Presse in New York.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mahnt die Weltgemeinschaft Foto: APA (AFP)
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mahnt die Weltgemeinschaft Foto: APA (AFP)

„Wir hören beunruhigende, hasserfüllte Echos von längst vergangenen Zeiten. Gefährliche Ansichten durchdringen politische Debatten und vergiften den Mainstream. Vergessen wir nie die Lehren der 1930er Jahre“, sagte der UNO-Chef. Er warnte vor den Bedrohungen, die Hassreden-und-Verbrechen für die Menschenrechte, die nachhaltige Entwicklung sowie für Frieden und Sicherheit darstellten.

„Die Botschaft ist klar: Worte sind nicht genug. Wir müssen sowohl bei der Durchsetzung unserer universellen Werte als auch bei der Bekämpfung der Grundursachen von Angst, Misstrauen, Angst und Wut wirksam sein“, so Guterres weiter.

Der UNO-Chef bezeichnete die Vereinten Nationen als „Plattform für Maßnahmen, um das gebrochene Vertrauen in einer gebrochenen Welt wiederherzustellen und für die Menschen zu sorgen”. Dafür wolle er sich uneingeschränkt einsetzen.

Zum Thema Multilateralismus sagte Guterres, er sei mehr denn je davon überzeugt, dass globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Migration und Terrorismus globale Lösungen erforderten. Kein Land könne das alleine schaffen. Auch die Kehrseiten der Globalisierung müsste man gemeinsam in den Griff bekommen.

„Ich glaube, die größte Herausforderung, vor der Regierungen und Institutionen heute stehen, besteht darin, zu zeigen, dass wir uns um sie kümmern - und Lösungen zu mobilisieren, die auf die Ängste der Menschen mit Antworten reagieren“, sagte Guterres unter Hinweis auf das heutige Vertrauensdefizit in Regierungen, politische Einrichtungen und internationale Organisationen.

„In solchen Zeiten können Erklärungen wie Ausreden klingen - und Menschen können zu leichten Zielen für Nationalisten, Populisten und all jene werden, die von der Angst profitieren“, sagte er. „Die meistverkaufte Marke in unserer heutigen Welt ist die Angst. Es bekommt Quoten. Es gewinnt Stimmen. Es erzeugt Klicks.”

apa

stol