Donnerstag, 21. September 2017

Urzì-Show im Regionalrat

Die beiden Trentiner Gemeinden Pozza di Fassa-Poza und Vigo di Fassa-Vich werden zusammengelegt und sollen einen neuen Namen erhalten: Sèn Jan di Fassa-Sèn Jan. Regionalratsabgeordneter Alessando Urzì erklärte am Mittwoch im Regionalrat warum das nicht in Ordnung ist. Sechs Stunden lang.

Alessandro Urzì setzte auf Obstruktion. - Foto: Facebookaccount Alessandro Urzì/Screenshot
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Alessandro Urzì setzte auf Obstruktion. - Foto: Facebookaccount Alessandro Urzì/Screenshot

Das Thema klingt zunächst ziemlich technisch: Am Mittwoch debattierte der Regionalrat in Bozen den Gesetzentwurf Nr. 94. Dieser sieht die Errichtung der neuen Gemeinde Sèn Jan di Fassa-Sèn Jan vor, die aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Pozza di Fassa-Poza und Vigo di Fassa-Vich entstanden ist. Nun braucht das Kind einen Namen, Sèn Jan di Fassa-Sèn Jan soll es heißen.

Handstreich gegen die italienische Sprache

Für den Landtagsabgeordneten von L’Alto Adige nel Cuore ein emotionales Politikum. Der rein einsprachige Name sei laut Urzì ein Handstreich gegen die italienische Sprache im Fassatal. Er plädierte für einen anderen Namen: „San Giovanni di Fassa - Sèn Jan“ solle die Gemeinde heißen, sei doch der italienische Name „San Giovanni“ bereits in Gebrauch.

"Schleppender Fortgang der Arbeiten"

Urzì ließ seine Kollegen umfassend an den Überlegungen teilhaben – sechs Stunden lang. Die Artikeldebatte konnte am Mittwoch schließlich nicht mehr abgeschlossen werden. Die Debatte zum Gesetzentwurf wird in der Oktober-Sitzung wieder aufgenommen. Das Presseamt des Regionalrats schrieb anschließend von einem „schleppenden Fortgang der Arbeiten in der Artikeldebatte“.

stol/aw

stol