Montag, 22. November 2021

Verordnung 34 veröffentlicht: Diese 20 Gemeinden sind ab Mittwoch rote Zone

Details zur neuen Verordnung sind wie berichtet bereits durchgesickert. Nun wurde sie veröffentlicht. Hier alle Gemeinden, die ab Mittwoch, 24. November, als rote Zone eingestuft sind und mit sehr strengen Regeln und Einschränkungen leben müssen.

20 „rote“ Gemeinden gehen ab Mittwoch in einen Teillockdown.
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20 „rote“ Gemeinden gehen ab Mittwoch in einen Teillockdown. - Foto: © shutterstock
Wie in der Verordnung aufgeführt, sind folgende Gemeinden aufgrund der Überschreitung der drei Parameter, die in den Prämissen zitierten Schreiben des Sanitätsbetriebes angegeben sind, ab Mittwoch bis 24. November bis einschließlich zum 7. Dezember rote Zone:

Rodeneck, St. Pankraz, Kuens, Vintl, Ulten, Martell, Kastelbell-Tschars, Natz-Schabs, Schnals, Plaus, Kastelruth, Marling, Lajen, Burgstall, St. Ulrich, Moos in Passeier, Villnöß, St. Christina in Gröden, Rasen-Antholz und Mühlbach.

Die Gesundheitsbehörde nennt auch die folgenden Kriterien für die Ermittlung dieser spezifischen Gemeinden:

a) es muss eine Wocheninzidenzrate von 800 Fällen je 100.000 Einwohner überschritten werden.

b) die Durchimpfungsrate muss niedriger als 70 Prozent der ansässigen Bevölkerung sein.

c) die Zahl der Personen, die zurzeit positiv auf das Sars-Cov-2-Virus getestet sind, muss höher als 5 Einheiten sein.

In diesen oben genannten 20 Gemeinden gelten folgende restriktivere Regeln.

Bewegungen:

Zwischen 20 Uhr und 5 Uhr des darauffolgenden Tages sind nur jene Bewegungen innerhalb des Gemeindegebietes erlaubt bzw. es ist nur erlaubt, das Gemeindegebiet zu verlassen, falls die Bewegungen durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, gesundheitliche Gründe oder Situationen der Dringlichkeit begründet sind.

Für die zulässigen Bewegungen zwischen 20 Uhr und 5 Uhr des darauffolgenden Tages obliegt es den Betroffenen, das Bestehen der Umstände, welche die Bewegung erlauben, durch das Vorlegen einer Eigenerklärung laut Artikel 46 und Artikel 47 des Dekretes des Präsidenten der Republik vom 28. Dezember 2000, Nr. 445, nachzuweisen. Das Land stellt den Bürgerinnen und Bürgern und den Ordnungskräften über seine Website einen Vordruck der Eigenerklärung zur Verfügung. Alternativ dazu ist es auch möglich, direkt bei einer Kontrolle eine Erklärung mit denselben Inhalten zu verfassen.

Sport und Bewegungsaktivitäten

Es ist erlaubt, im Freien sportliche Aktivitäten oder Bewegungstätigkeiten durchzuführen, auch auf dafür ausgestatteten Flächen und in öffentlichen Parks, jedoch mit der Auflage, dass bei der sportlichen Aktivität der Abstand von mindestens 2 Metern und bei jeder anderen Aktivität mindestens ein Meter Abstand zu den anderen Personen eingehalten wird, und mit der Verpflichtung, bei der motorischen Aktivität einen Schutz der Atemwege zu tragen.

Sportliche und Bewegungstätigkeiten sind zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nicht erlaubt.

Schwimmbäder, Turnhallen und Fitnesscenter müssen ihre Tätigkeit aussetzen. Ausgenommen sind jene, die für Rehabilitationsmaßnahmen und therapeutische Zwecke genutzt werden.

Nur Sportveranstaltungen und -wettkämpfe von staatlichem und internationalem Interesse sind in roten Gemeinden gestattet, unterliegen aber strengen Einschränkungen. Wettkämpfe in Individualsportarten dürfen im Freien abgehalten werden, ohne Publikum und mit Auflagen.

In roten Gemeinen ist in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen, im Freien mindestens eine chirurgische, wenn der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.


Zugangsbeschränkungen: Ein Kunde auf 10 Quadratmetern


In Handels- und Dienstleistungsbetrieben gilt für Kunden und Personal die allgemeine Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Je ein Kunde darf sich in roten Gemeinden auf einer Geschäftsfläche von 10 Quadratmetern aufhalten.


Gastronomieund Veranstaltungen

Gaststätten und Restaurants in den roten Gemeinden müssen um 18 Uhr schließen. Ihre Gäste dürfen nur am Tisch sitzend konsumieren. Maximal 4 Personen dürfen am Tisch Platz nehmen.


In den roten Gemeinden sind alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ausgesetzt: Das betrifft sowohl kulturelle als auch sportliche Veranstaltungen und Messen, Proben und Aufführungen von Chören, Musikkapellen und Theatervereinen in roten Gemeinden sind untersagt. Veranstaltungen im Freien unterliegen in den betroffenen Gemeinden Zutrittskontrollen. Tanzveranstaltungen und Partys sind ausgesetzt – auch solche im Freien.

Hier die Verordnung 34.




Was im restlichen Land gilt

Im restlichen Land werden die Maßnahmen ebenfalls verschärft, unter anderem gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken-Pflicht, teils Maskenpflicht auch im Freien und das Verbot von Menschenansammlungen. Nur die eigene Wohnung ist von der allgemeinen Maskenpflicht ausgenommen.

Die Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz werden von Arbeitsinspektorat und Ordnungskräften verstärkt kontrolliert.

Tanzaktivitäten, die in Diskotheken, Tanzlokalen und ähnlichen Lokalen, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen stattfinden, sind ausgesetzt.

stol