Freitag, 03. Juli 2020

Vorschläge für die Zukunft: Schützen überreichen Manifest „Südtirol kann“

Am Freitag wurde eine Ehrenformation des Südtiroler Schützenbundes in Bozen von Landtagspräsident Josef Noggler empfangen. Dabei überreichte sie dem Landtagspräsidenten 35 Pakete für die Südtiroler Landtagsabgeordneten mit Lösungsvorschlägen für die Zukunft der Heimat. Nach der Übergabe wurde ein Manifest in 3 Sprachen verlesen, mit dem die Volksvertreter aufgefordert werden, „das nächste Kapitel unserer Geschichte“ zu schreiben.

Nach der Übergabe der Pakete wurde auch ein Manifest in 3 Sprachen verlesen, mit dem die Volksvertreter aufgefordert werden, „das nächste Kapitel unserer Geschichte“ zu schreiben.
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Nach der Übergabe der Pakete wurde auch ein Manifest in 3 Sprachen verlesen, mit dem die Volksvertreter aufgefordert werden, „das nächste Kapitel unserer Geschichte“ zu schreiben. - Foto: © Südtiroler Schützenbund/Richard Andergassen
Die 35 Pakete für die 35 Abgeordneten enthalten Überlegungen zur Unabhängigkeit bzw. Rückkehr nach Österreich sowie zu einzelnen Bereichen wie Umwelt, Bildung oder Jugend.

Nach der Übergabe, die auf dem Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtag stattfand, wurde auch ein Manifest in 3 Sprachen verlesen, mit dem die Volksvertreter aufgefordert werden, „das nächste Kapitel unserer Geschichte“ zu schreiben.


Präsident Noggler wird die Vorschläge den Abgeordneten übergeben, von denen einige bei der Veranstaltung anwesend waren.

2 Zukunftsszenarien

Bei einer kurzen Ansprache meinte Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan wörtlich: „Es steht uns nicht zu, unsere Politiker zu kritisieren, wohl aber steht es uns zu, die Zukunft unserer Heimat mitzugestalten. Wir sind nicht nur der Verband, der mit Feuerschriften auf den Bergen und Transparenten im Tal unsere Wünsche äußert. Wir sind auch der Verband, der sich bereits seit Jahren mit zwei Zukunftsszenarien für unsere Heimat beschäftigt. Einerseits mit der Rückkehr Südtirols zu Österreich und andererseits mit der Eigenstaatlichkeit Südtirols. Mit der fachlichen Unterstützung namhafter Experten aus allen Bereichen der Gesellschaft und unter Berücksichtigung aller hier lebenden Volksgruppen entstand eine Broschüre, die wir Ihnen heute überreichen durften.“


„Nach 100 Jahren Unrecht und nach 100 Jahren Pleiten, Pech und Pannen bei diesem für uns fremden Staat, ist wohl die Zeit gekommen, dass sich auch unsere Landespolitiker auf die Verabschiedung vorbereiten sollten. Denn wer an eine Auferstehung Italiens nach dieser Krise glaubt, der glaubt wohl auch daran, dass man Wasser schweißen kann. Die Freiheit und die Selbstbestimmung sind unser höchstes Gut, und genau dafür lohnt es sich zu kämpfen, aus Respekt vor der Vergangenheit und aus Verantwortung gegenüber der Zukunft“ so der Landeskommandant abschließend.




stol