Freitag, 27. Mai 2016

Warum eine gute Nachbarschaft wichtig ist

Zum "Tag der Nachbarschaft" hat Landesrat Christian Tommasini bei der Vorstellung von Initiativen zur sozialen Vernetzung den Wert einer guten Nachbarschaft betont.

Eine gute Nachbarschaft ist vor allem in dicht besiedelten Wohngebieten wichtig.
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Eine gute Nachbarschaft ist vor allem in dicht besiedelten Wohngebieten wichtig. - Foto: © shutterstock

Die soziale Vernetzung, die nachbarschaftlichen Beziehungen und die Solidarität unter Nachbarn seien wichtige Aspekte, damit sich Menschen in ihren vier Wänden und in ihrem Wohnviertel zuhause und verwurzelt fühlten - das hat Wohnbaulandesrat Christian Tommasini am Freitag in der Bozner Mozartstraße im Stadtteil Firmian betont, wo er zusammen mit dem Präsidenten des Wohnbauinstitutes, Heiner Schweigkofler, und des Vereins "La Strada - Der Weg", Otto Saurer, anlässlich des Europäischen Tages der Nachbarschaft das Projekt "Westpol" vorgestellt hat. 

Es genüge nicht, Wohnraum zu schaffen, erklärte Landesrat Tommasini. Das Land sei mit seinen Wohnbauprogrammen verstärkt auch darum bemüht, die soziale Integration zu stärken, damit sich die Menschen in ihren Wohnungen wirklich zuhause und als Teil einer Gemeinschaft fühlen könnten, so der Wohnbaulandesrat. 

"Westpol" ist ein Kooperationsprojekt des Verein "La Strada - Der Weg", des Wohnbauinstituts, der Gemeinde Bozen, und des Sanitätsbetriebs. In Räumlichkeiten des Wohnbauinstituts hat der Verein "La Strada - Der Weg" das Zentrum Westpol eingerichtet, um den verschiedensten Bedürfnissen der Bewohner des Stadtteils Firmian eine Antwort zu geben. Angeboten werden pädagogische Projekte, durch welche die Lebensqualität aller Altersgruppen gehoben, Kontakte ermöglicht und die soziale Vernetzung gefördert werden. 

Derzeit organisiert "Westpol" spielerische Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahren und für deren Familien sowie Nachmittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe. Ebenso gibt es Angebote für Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren.

Soziale Stadtentwicklung eine wichtige Aufgabe

Das Wohnbauinstitut sehe in der sozialen Stadtentwicklung eine wichtige Aufgabe, betonte Wobi-Präsident Heiner Schweigkofler. Das Institut werde in den nächsten Jahren verstärkt Quartiers- und Gemeinwesenarbeit betreiben, kündigte der Wobi-Präsident an, dazu gehörten die Kontaktpflege ebenso wie die Förderung von Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaftsprojekten.

Der Tag der Nachbarschaft wurde 1999 im 17. Arrondissement in Paris ins Leben gerufen. Seit 2004 wird das Fest der Nachbarn europaweit begangen und hat sich zu einem Europäischen Nachbarschaftstag entwickelt. Mittlerweile hat der Nachbarschaftstag auch über die europäischen Grenzen hinaus ein Echo gefunden: In über 20 europäischen Nachbarländern und und in weiteren Ländern wie Canada, Mexico und Japan wird der Nachbarschaftstag gefeiert.

stol