Mittwoch, 14. September 2016

Wie politikinteressiert sind die Südtiroler?

Wie sehr beteiligen sich die Südtiroler an der Politik? Wie oft sprechen sie darüber und aus welchen Quellen beziehen sie Informationen? Das Landesinstitut für Statistik (Astat) hat zum morgigen internationalen Tag der Demokratie eine Stichprobe veröffentlicht – und gibt Antworten darauf.

Das Fernsehen verliert bei denjenigen, die ihr Wissen aus dem Internet beziehen, an Bedeutung.
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Das Fernsehen verliert bei denjenigen, die ihr Wissen aus dem Internet beziehen, an Bedeutung. - Foto: © shutterstock

Grundsätzlich besuchen fast 15 Prozent der Südtiroler politische Versammlungen – 10,4 Prozent mehr als im restlichen Staatsgebiet. 8,5 Prozent unterstützen die Parteien finanziell.

Politik ist regelmäßiges Gesprächsthema

Über Politik sprechen die Südtiroler laut Umfrage regelmäßig: 81,5 Prozent sprechen mindestens einmal im Jahr über Politik, rund 39 Prozent ein paar Mal in der Woche und 10,7 Prozent jeden Tag. Damit liegen sie über dem italienischen Durchschnitt.

Die Zahl derjenigen, die das Gesprächsthema Politik hingegen nie bereden, ist im Regionenvergleich in Südtirol am niedrigsten: 18,5 Prozent der Südtiroler Bevölkerung und 31,1 Prozent der Bevölkerung Italiens insgesamt sprechen nie über Politik. Gründe dafür sind vor allem fehlendes Interesse und Misstrauen in die Politik.

Fernsehen als wichtigste Informationsquelle

86,7 Prozent der Südtiroler beziehen laut Studie ihre Informationen hauptsächlich vor allem über das Fernsehen. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Tageszeitungen mit fast 67 Prozent und das Radio mit 57,1 Prozent. Diese drei Informationskanäle bilden auch im restlichen Italien die wichtigsten Quellen für politisch Interessierte.

Ein Drittel der Südtiroler informiert sich außerdem über das Internet. Dazu werden vor allem Online-Zeitschriften gelesen oder Zeitungen heruntergeladen. Auch die sozialen Netzwerke werden vielfach genutzt.

stol/kt

stol