Dienstag, 12. September 2017

Wie wär es mit einem Gesamttiroler Nationalpark?

Über 420 Kilometer mit dem Rad quer durch Tirol: Mit Hilfe der gesammelten Eindrücke will die Süd-Tiroler Freiheit die Europaregion Tirol ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen den Tiroler Landesteilen verstärken.

Beim Treffen im Landecker Rathaus (v.l.): Landtagsabgeordneter Sven Knoll, Tiroler Landtagsabgeordneter Josef Schett und Landtagsabgeordneter Bernhard Zimmerhofer.
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Beim Treffen im Landecker Rathaus (v.l.): Landtagsabgeordneter Sven Knoll, Tiroler Landtagsabgeordneter Josef Schett und Landtagsabgeordneter Bernhard Zimmerhofer.

„Die 420 zurückgelegten und über 2.000 überwundenen Höhenmeter haben sich mehr als bezahlt gemacht“, betonte der Landatagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer auf der Pressekonferenz in Bozen am Dienstag.

Bei der Tour wurden zahlreiche Gespräche mit Bürgern und Politikern aller politischen Couleur geführt. Getroffen hat man sich u.a. mit dem Landtagsabgeordneten Josef Schett, mit Brunecks Bürgermeister Roland Griessmair, mit dem Tiroler Landtagspräsidenten Herwig van Staa, mit Landecks Vizebürgermeister Peter Vöhl und mit Merans Bürgermeister Paul Rösch. 

So vielfältig das Land Tirol ist, so vielfältig waren die Gesprächsthemen bei der Tiroler Radtour. Diskutiert wurde über Mobilität, Migration, Verkehr, Selbstbestimmung, faschistische Relikte, Wirtschaft, Soziales, institutionelle Zusammenarbeit zwischen den Landtagen u.v.m. 

Das Fazit: „Tirol muss spürbarer werden!“

Von Südtiroler Seite kommt nicht viel...

"Es wird uns gerne vorgeworfen, dass von Südtiroler Seite nicht viel kommt", so Zimmerhofer. Dem zu widersprechen verwies er auf die Idee eines Gesamttiroler Nationalparks, oder den Bestrebungen, auch Regionalzüge über den Brenner fahren zu lassen oder aber die Zugverbindung Mals nach Landeck aufzubauen. 

„Für einen autofreien Tourismus, aber auch für Pendler und sonstige Zugfahrer gleichermaßen wichtig ist der innertirolische Regionalzugverkehr. In den letzten Jahren hat sich zwar bereits einiges getan, dennoch ist für viele Regionalzüge an der ‚Grenze‘ noch immer Endstation“, gibt Knoll zu bedenken. 

Aufgrund der gesammelten Eindrücke haben die Landtagsabgeordneten nun mehrere Beschlussanträge ausgearbeitet, die in den nächsten Monaten im Landtag behandelt werden. Aufgrund der positiven Rückmeldungen und Erfahrungen auf der Radtour wird die Süd-Tiroler Freiheit ihre Sitzungen der Landesleitung künftig abwechselnd in verschiedenen Bezirken des Landes abhalten. 

stol/lpa/ker

stol