Samstag, 16. September 2017

Wölfe in Südtirol: „Arbeiten intensiv an Lösung“

Südtirol hat mit Flammen gesprochen: Am Freitagabend wurden in ganz Südtirol Mahnfeuer entzündet, um auf das Wolf- und Bärproblem hierzulande aufmerksam zu machen. Dabei arbeite man in der Politik schon intensiv an einer Lösung, erklärte Daniel Alfreider von der SVP am Samstag.

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Foto: © shutterstock

Am Freitag wurden auf Initiative des Bauernbundes südtirolweit mehrere Mahnfeuer angezündet, um auf die Gefahren hinzuweisen, die durch Großraubtiere wie Wölfe für die Viehbauer entstehen (STOL hat berichtet).

Die aktuelle gesetzliche Lage erlaubt es nämlich nicht, auf konkrete Maßnahmen wie die Wolfsjagd zu ergreifen, da die Wölfe europaweit als geschützte Tierart gelten. Heutzutage sind Wölfe jedoch nicht mehr vom Aussterben bedroht, weshalb die SVP-Mandatare auf allen Ebenen (Bozen, Rom und Brüssel) für eine Abänderung der Regelungen arbeiten. 

„Wölfe sind in Berg- und Almgebiete wie Südtirol zu einem ernsthaften Problem vor allem für den Viehbestand der Bergbauern geworden und wir wollen die Angelegenheit alle gemeinsam und konkret angehen. Die Arbeiten laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren“, erklärt der SVP-Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer Daniel Alfreider am Samstag.

„Im Parlament zusammen mit dem SVP-Team Rom und vor allem in der 6er- und 12er-Kommission mit Senator Karl Zeller, Landtagsabgeordneten Dieter Steger und Landeshauptmann Arno Kompatscher wurden bereits erste konkrete Schritte unternommen, um die Kompetenzen Südtirols in diesem Bereich auszuweiten und somit eine konkrete Lösung anbieten zu können. Ebenso wird durch die Landesregierung mit Landesrat Arnold Schuler und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann auch international und in Brüssel das Problem konkret angegangen“, so Daniel Alfreider weiter. 
Ministerpräsident Gentiloni über die Problematik unterrichtet

„Der Südtirol-Besuch von Ministerpräsident Paolo Gentiloni im vergangenen Sommer hat uns außerdem die Möglichkeit geboten, ihm direkt vor Ort die Sachlage zu diesem Problem zu erörtern und unsere Lösungen vorzustellen. Der Ministerpräsident hat dabei zugestimmt, dass eine Lösung notwendig sei. Das hat uns dazu verholfen, dass das zuständige Ministerium nun einsichtig unsere Vorschläge überprüft. Wir werden alles zusammen in der SVP alles daran setzen, dass bereits in nächster Zeit erste konkrete Ergebnisse erreicht werden können“, schloss Alfreider seine Aussendung. 

stol

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