Freitag, 05. August 2016

1936: XI. Olympische Sommerspiele in Berlin (Deutschland)

Die Spiele standen im Zeichen der Nationalsozialisten und wurden als Propagandaforum missbraucht. Zum ersten Mal ist auch ein Athlet aus Südtirol bei Olympia am Start.

Das offizielle Olympia-Poster von 1936
Das offizielle Olympia-Poster von 1936

  • Dauer: 1. August bis 16. August 
  • 3961 Athleten aus 49 Nationen. 
  • 129 Wettbewerbe in 19 Sportarten
  • Gegenüber 1932 Aufnahme von Polo, Feldhandball, Basketball, Kanu und Fußball.
  • Neben der sportlichen Bedeutung zeichneten sich die Spiele 1936 besonders dadurch aus, dass die regierenden Nationalsozialisten sie als Propagandaforum missbrauchten, um das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen.
  • Offizielle Eröffnung durch Reichskanzler Adolf Hitler.
  • Zum ersten Mal verbindet ein Fackellauf das antike Olympia mit dem Austragungsort der Spiele.
  • Der erste Südtiroler: Karl Dibiasi, der Vater des späteren dreifachen Olympiasiegers Klaus Dibiasi, nimmt als erster Sportler aus Südtirol an Olympischen Sommerspielen teil. Im Wasserspringen vom 10-Meter-Turm belegt er den 10. Rang.
  • Stars der Spiele:
    • Jesse Owens (USA): Trotz aller Rassenpolitik der Nazis wurde der dunkelhäutige Sprinter Jesse Owens nicht nur zum erfolgreichsten Olympioniken mit 4 Siegen über 100 m, 200 m, Weitsprung und 4 x 100 m, sondern auch zum Publikumsliebling der Spiele von Berlin.
    • Hendrika "Rie" Mastenbroek (Niederlande): Überragende Schwimmerin des Berliner Olympia. Medaillengewinnerin in 4 der 5 Wettbewerbe. Nach Gold über 100 m, 400 m und 4 x 100 m Freistil gewinnt sie auch noch Silber über 100 m Rücken.

stol