Freitag, 24. März 2017

Argentiniens Matchwinner Messi droht Nationalteam-Sperre

Dank Lionel Messi ist Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation wieder auf Kurs. Der Barcelona-Star schoss den Vize-Weltmeister im Heimspiel gegen Chile mit einem in der 16. Minute verwandelten Elfmeter zu einem 1:0-Arbeitssieg und damit auf Rang drei, der einen Fixplatz für die Endrunde 2018 in Russland bedeuten würde.

Lionel Messi wurde von Chiles Verteidigern immer wieder hart angepackt.
Lionel Messi wurde von Chiles Verteidigern immer wieder hart angepackt. - Foto: © APA/AFP

Allerdings droht dem 29-Jährigen Ungemach. Laut argentinischen Medienberichten beschimpfte der von zahlreichen Tritten der Gegenspieler entnervte fünffache Weltfußballer während und nach dem Spiel in Buenos Aires das Schiedsrichter-Team. Sollte dies im offiziellen Bericht der Offiziellen vermerkt worden sein – worüber zunächst Unklarheit bestand – , wäre wohl eine Nationalteam-Sperre die Folge.

Vorerst aber überwog die Freude über einen Sieg in einer Partie, das mehr als ein normales Qualifikationsspiel war. Argentinien hatte zuletzt bei der Copa America im Finale zweimal gegen Chile verloren, jeweils im Elfmeterschießen. Nach der Niederlage Ende Juni vergangenen Jahres und Messis verschossenem Elfmeter hatte der Offensivspieler seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekanntgegeben. Die letztlich erfolgreich verlaufene Rückholaktion wurde sogar zur Staatssache.

Schon in der Nacht auf Mittwoch stehen die Argentinier vor der nächsten großen Herausforderung – nicht, weil der Gegner zu den stärksten zählt, sondern weil auf 3.600 Metern Höhe in La Paz gegen Bolivien der Anpfiff erfolgt. Hinzu kommt, dass unabhängig von einer möglichen Messi-Abwesenheit Javier Mascherano, Lucas Biglia, Nicolas Otamendi und Gonzalo Higuain wegen Gelb-Sperren fehlen.

Brasilien fast durch

In einer weit angenehmeren Situation befindet sich Rekordweltmeister Brasilien, der dank eines 4:1 in Uruguay als souveräner Tabellenführer fast schon durch ist. Die Tore erzielten Paulinho (19., 52., 92.) und Messis Clubkollege Neymar (74.). Damit ist die „Selecao“ unter dem neuen Teamchef Tite auch im 7. Match als Sieger vom Feld gegangen.

Gedränge um WM-Tickets

Nach 13 von 18 Runden in der südamerikanischen WM-Qualifikation herrscht hinter Leader Brasilien großes Gedränge um die weiteren Tickets. 4 Mannschaften qualifizieren sich direkt, eine 5. muss ein Stechen gegen ein Team aus einem anderen Kontinent überstehen. Hinter Brasilien (30 Punkte) folgen derzeit Uruguay (23), Argentinien (22), Kolumbien (21), Ecuador und Chile (je 20) und Paraguay (18) - 7 Teams rittern somit um maximal 5 Tickets.

apa/dpa

stol