Freitag, 05. August 2016

CAS kippt IOC-Beschluss zu Russland: Ex-Doper hoffen wieder auf Start

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Ausschluss von früher gedopten russischen Athleten von den Olympischen Spielen in Rio als „nicht durchsetzbar“ abgelehnt. Dies teilte das CAS am Donnerstag mitgeteilt.

Der Internationale Sportgerichtshof hat den IOC-Beschluss gekippt. - Foto: AFP
Der Internationale Sportgerichtshof hat den IOC-Beschluss gekippt. - Foto: AFP

Das Gericht gab damit der russischen Schwimmerin Julia Jefimowa und den beiden Ruderern Anastassija Karabelschtschikowa und Iwan Podschiwalow teilweise recht. Sie hatten Einspruch gegen diese Doppelbestrafung eingelegt.

Wer entscheidet bleibt offen

Die drei Athleten dürfen damit wieder auf einen Start in Rio hoffen. Wer darüber letztlich entscheidet, blieb nach der CAS-Mitteilung aber zunächst offen. Sie waren in der Vergangenheit wegen Dopings gesperrt worden, haben diese Strafen aber bereits verbüßt.

IOC wollte auch ehemaligen Dopingsündern Start verweigern 

Das Internationale Olympische Komitee hatte im russischen Dopingskandal nicht nur entschieden, dass die internationalen Sportfachverbände jeden nominierten Sportler aus Russland überprüfen sollen, ob er nachweislich sauber ist und an den Rio-Spielen teilnehmen darf.

Vielmehr hatte das IOC auch verfügt, dass ehemals gedopte Russen ein Start bei den Sommerspielen verweigert wird.

„Der CAS hat sich primär nur auf die Rechtmäßigkeit des Paragrafen 3 der IOC-Entscheidung fokussiert“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Dabei sei festgestellt worden, dass der Paragraf 3 nicht rechtmäßig sei, weil das Grundrecht der Athleten nicht respektiert werde.

dpa

stol