Samstag, 20. August 2016

DFB-Frauen jubeln: Nach Sieg gegen Schweden erstmals Olympiasieger

Überglücklich sprang die deutsche Bundestrainerin Silvia Neid auf die Jubeltraube, liebevoll und strahlend umarmte sie ihre Spielerinnen. Beim letzten Auftritt unter der 52-Jährigen haben die deutschen Fußball-Frauen mit einem 2:1 (0:0) gegen Schweden erstmals Olympia-Gold gewonnen. Matchwinnerin im olympischen Finale war am Freitag (Ortszeit) in Rio Dzsenifer Marozsán, die somit Neid einen goldenen Abschied bescherte.

Die deutschen "Fußball Goldfrauen" nach dem Sieg im Olympia-Finale.
Die deutschen "Fußball Goldfrauen" nach dem Sieg im Olympia-Finale. - Foto: © APA/AFP

„Das ist ein wunderschöner Moment“, sagte die Mittelfeldspielerin im ZDF. „Ich genieße es jetzt einfach. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf die Mannschaft bin.“ Marozsán hatte mit einem Traumtor in der 48. Minute zum 1:0 getroffen und mit einem Pfostenschuss das Eigentor von Linda Sembrant (61.) eingeleitet.

"Gold, Gold, Gold"

Stina Blackstenius (67.) konnte mit ihrem Treffer die erneute Sternstunde für den Deutschen Fußball-Bund im legendären Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro nicht mehr verhindern. An gleicher Stätte hatten die deutschen Männer vor zwei Jahren ihren WM-Triumph gefeiert. „Gold Gold Gold Gold. Glückwunsch @DFB_Frauen das ist so GEIL. Schwarz, Rot, Gold. Und jetzt nehmt das Deutsche Haus ein und feiert“, schrieb die frühere Nationaltorhüterin mit Südtiroler Wurzeln, Nadine Angerer, auf Twitter.

Der Olympiasieg ist der krönende Karriere-Abschluss für Neid, die als Spielerin, Assistentin und Bundestrainerin an allen bisherigen Erfolgen der DFB-Fußballerinnen beteiligt war. Und das waren nicht wenige: Zweimal Weltmeister, achtmal Europameister, dreimal Olympia-Bronze – und nun Gold!

In zweiter Halbzeit nimmt Spiel Fahrt auf

Nach einer torlosen ersten Halbzeit nahm die Partie nach dem Wechsel richtig Fahrt auf. Zunächst zirkelte Marozsán den Ball aus 16 Metern unhaltbar in den Winkel. Nach gut einer Stunde jubelten die DFB-Frauen erneut. Ein Freistoß von Marozsán klatschte an den Pfosten, den Abpraller bugsierte Sembrant ins eigene Netz.

Doch Schweden gab sich nicht geschlagen. Die eingewechselte Blackstenius schloss einen gelungenen Angriff aus Nahdistanz ab und brachte den Triumph noch einmal in Gefahr. Mit Glück und Geschick brachte das DFB-Team den historischen Sieg aber über die Zeit.

dpa

stol