Mittwoch, 24. Mai 2017

FC Chelsea sagt Siegesparade in London wegen Manchester ab

Nach dem Terroranschlag von Manchester hat der FC Chelsea seine geplante Siegesparade zum Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft abgesagt. Angesichts des tragischen Ereignisses sei es unangemessen, die Parade wie geplant am Sonntag in London zu veranstalten, teilte der Verein am Mittwoch mit. Beim Anschlag von Manchester befanden sich auch die Ehefrau und die Töchter von ManCity-Coach Pep Guardiola in der Konzerthalle.

John Terry, legendärer Kapitän des FC Chelsea.
John Terry, legendärer Kapitän des FC Chelsea. - Foto: © LaPresse

In Gedenken an die Opfer des Attentats wollen die Chelsea-Spieler am Samstag beim Finale des FA-Cups gegen Arsenal London schwarze Armbinden tragen. Außerdem kündigte der Verein eine Spende für die Opfer des Anschlags an.

Am Montagabend war am Ende des Konzerts von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester ein Sprengsatz detoniert. Der Attentäter hatte so 22 Menschen mit sich in den Tod gerissen, darunter mehrere Kinder und Jugendliche. Es war die schwerste Terrorattacke in Großbritannien seit fast zwölf Jahren. Als Konsequenz aus der Attacke hat Großbritannien die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau angehoben und die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft.

Pep Guardiolas Frau und Kinder in der Halle

Beim Bombenanschlag von Manchester waren auch Pep Guardiolas Ehefrau Cristina Serra und die zwei Töchter Valentina und Maria in der Konzerthalle, blieben aber unverletzt. Alle drei seien entkommen, jedoch tief geschockt von dem blutigen Attentat nach dem Konzert von Teenie-Idol Ariana Grande, berichtete die spanische Zeitung „Marca“ am Dienstag.

Guardiola, der seit dem vergangenen Jahr in der britischen Premier League den Traditionsclub Manchester City trainiert, schrieb auf Twitter: „Geschockt. Ich kann nicht glauben, was letzte Nacht passiert ist.“ Er sende den Familien und Freunden der Opfer seine tiefe Anteilnahme, teilte der 46-jährige Spanier mit.

Eine starke Geste kommt auch von Fußballer Yaya Toure (Elfenbeinküste). Der Mittelfeldspieler von Manchester City will 100.000 Pfund (115.000 Euro) für die Familien der Manchester-Opfer beisteuern.

Schweigeminuten in Montecarlo und Cannes

Auch die Formel 1 reagiert auf den Massenmord von Manchester. Vor dem Grand Prix von Monaco am Sonntag wird es dort eine Schweigeminute geben. Alle zehn Teams, die meisten davon mit Standorten in Großbritannien, werden zudem den #Manchester-Hashtag auf den Autos tragen.

Beim nahen Film-Festival in Cannes an der französischen Riviera hat man bereits mit einer Schweigeminute reagiert. Ein Auftritt des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Lewis Hamilton zur Präsentation der Disney-Produktion „Cars“ war abgesagt worden.

apa/reuters/afp/dpa

stol