Dienstag, 05. September 2017

Italiens Verbandschef: „Vorige Erfolge sollen in Quali zählen“

Italiens Fußball-Nationalmannschaft muss im Rennen um die WM-Teilnahme 2018 in Russland wohl den Umweg über das ungeliebte Play-off gehen.

Die italienische Fußball-Nationalmannschaft musste am Samstag in Madrid eine herbe Niederlage gegen Spanien einstecken.
Die italienische Fußball-Nationalmannschaft musste am Samstag in Madrid eine herbe Niederlage gegen Spanien einstecken. - Foto: © LaPresse

Verbandschef Carlo Tavecchio wartete deshalb mit einer Idee auf: Vergangene Erfolge sollen bei Qualifikationen eine Rolle spielen. Es würde „entgegen der Geschichte sein“, sollte es der 4-fache Weltmeister Italien nicht zur Endrunde schaffen. 

Qualifikationssystem solle geändert werden 

Er habe bereits mit FIFA-Präsident Gianni Infantino gesprochen, sagte Tavecchio am Montagabend gegenüber Medienvertretern. Das Qualifikationssystem solle noch einmal unter die Lupe genommen werden.

„Es ist nicht gerecht, dass unsere 4 WM-Titel nicht in Betracht gezogen werden“, sagte Tavecchio. Die FIFA würde sich „bald“ mit der Thematik beschäftigen.

Ventura ist sich einer WM-Qualifikation sicher

Die Vorstellung einer WM ohne Italien bezeichnete der 74-Jährige als „Apokalypse“. Er hatte sich bereits mehrmals beschwert, dass Italien mit Spanien in eine Quali-Gruppe gelost wurde. Nach dem 0:3 in Madrid am vergangenen Samstag scheint die direkte Qualifikation außer Reichweite, der Zweite steht im Play-off.

Italiens Teamchef Gian Piero Ventura sagte vor dem Spiel gegen Israel (heute Dienstag): „Ich bin weiter sicher, dass wir es zur WM schaffen. Wir denken nicht an die Apokalypse.“

apa/reuters

stol