Sonntag, 06. August 2017

Kohlschreibers „Märchen“ von Kitzbühel

Philipp Kohlschreiber stemmte die etwas ungewöhnliche, hölzerne Gams-Trophäe in die Luft und sprach nach seinem zweiten Turnier-Erfolg in Kitzbühel von einer „unglaublichen Woche“.

Foto: © APA

Zum zweiten Mal nach 2015 gewann der gebürtige Augsburger nur einige Meter entfernt von seiner Wohnungstür ein Finale. Der Weltranglisten-47. bezwang auf dem Sandplatz unterhalb der legendären Ski-Abfahrt Streif den Portugiesen Joao Sousa sicher mit 6:3, 6:4.

Nach seinem insgesamt achten Triumph auf der ATP-Tour zeigte sich der 33-Jährige überwältigt und sprach von einem „Märchen“. Zum Anfang der Woche habe er nicht daran geglaubt. „Ich bin angeschlagen in das Turnier gestartet“, gab Kohlschreiber zu, nachdem die Siegprämie von 85 945 Euro in Empfang nehmen durfte.

In der vergangenen Woche hatte er das Halbfinale von Hamburg gegen Florian Mayer noch wegen Adduktorenproblemen aufgeben müssen. „Deshalb ist der diesjährige Sieg in Kitzbühel noch ein bisschen schöner als der von 2015“, begründete er.

Damals hatte er als erster Deutscher das Turnier gewonnen, zuvor 2012 sein erstes Endspiel bei dem mit 540 000 Euro dotierten ATP-Turnier verloren. Mit den 250 Punkten für den neuerlichen Erfolg wird er nun in der Weltrangliste wieder in die Top 40 vorrücken.

dpa

stol