Freitag, 08. Januar 2016

Schwazers Olympiatraum kann in Rom Wahrheit werden

Nach Ablauf seiner Dopingsperre hat der Alex Schwazer eine einzige Gelegenheit, um sich für den olympischen Geher-Bewerb in Rio zu qualifizieren. Das ursprünglich im russischen Tscheboksary am 7. Mai geplante Rennen wurde nun vom Leichtathletik-Weltverband verlegt, und zwar nach Rom - zur Freude Schwazers.

In vier Monaten kann sich Alex Schwazer in Rom seinern Olympiatraum erfüllen.
In vier Monaten kann sich Alex Schwazer in Rom seinern Olympiatraum erfüllen.

Am Samstag, 7., und Sonntag, 8. Mai, wird die Mannschafts-WM der Geher ausgetragen. Und bei der Neuvergabe des Austragungsortes hat sich der Leichtathletik-Weltverband IAAF für Rom und gegen Kiew, Monterrey und Guayaquil entschieden.

Die Neuvergabe war wegen der Suspendierung des russischen Leichtathletikverbandes als Folge der Dopingvorwürfe nötig geworden.

Zur Austragung gelangen in Rom 5 Wettkämpfe: 20 und 50 km der Männer, 20 km der Frauen sowie die beiden Junioren-Rennen über 10 km.

Für Alex Schwazer bedeutet dies für sein einziges Qualifikationsrennen (über 50 Kilometer) für Rio 2016 eine deutlich kürzere Anreise, mehr Unterstützung durch die Fans und auch eine faszinierendere Kulisse durch das antike Rom.

Top-8-Platzierung als Vorgabe

Angesprochen auf dieses in Russland geplante Rennen hatte Alex Schwazer im vergangenen Oktober in einem "Dolomiten"-Interview gesagt: "Ich habe nur diesen einen Wettkampf zur Verfügung, um nach Rio zu kommen. Natürlich muss ich hoffen, dass mir der italienische Leichtathletik-Verband einen Startplatz gibt. Fünf gibt es dort pro Nation, und so viele gute Geher über 50 km gibt es in Italien eigentlich nicht. Wie zuletzt meinem Trainer Donati gesagt wurde, ist dabei nicht die Zeit entscheidend, sondern ich muss eine Top-8-Platzierung erreichen. Das wird extrem schwierig."

Darüber, dass er nur ein einziges Rennen für die Qualifikation zur Verfügung habe, machte er sich weniger Sorgen: "Wir Geher haben nur alle vier Jahre ein großes Rennen – bei Olympia. Ansonsten werden wir ja kaum wahrgenommen. Deshalb fokussiere ich meine Leistung auf den Geher-Weltcup Anfang Mai. Sollte ich diese Hürde schaffen, dann geht’s nach Rio. Mehr als zwei 50-km-Wettkämpfe  pro Jahr schafft ein menschlicher Körper sowieso nicht."

stol/ds/os

stol